Fünf-Satz-Sieg in Wimbledon Angeschlagener Kyrgios quält sich ins Viertelfinale

Ohne Eskapaden wie noch in der Runde zuvor, aber erneut spektakulär zeigte sich »Bad Boy« Nick Kyrgios in Wimbledon. Der Australier steht nach einem Fünf-Satz-Sieg unter den letzten acht. Auch zwei Deutsche dürfen jubeln.
Nick Kyrgios steht im Viertelfinale

Nick Kyrgios steht im Viertelfinale

Foto: Clive Brunskill / Getty Images

Nick Kyrgios hat zwei Tage nach dem Skandalmatch gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas die nächste Hürde genommen und ist ins Viertelfinale von Wimbledon eingezogen. Der Australier gewann – diesmal ohne Eskapaden – gegen Brandon Nakashima (USA) 4:6, 6:4, 7:6 (7:2), 3:6, 6:2.

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In der nächsten Runde trifft der 27-Jährige am Mittwoch auf den Chilenen Cristian Garín, der sich gegen Alex de Minaur (Australien) nach 4:34 Stunden 2:6, 5:7, 7:6 (7:3), 6:4, 7:6 (10:6) durchsetzte.

Auch die Schulter konnte Kyrgios nicht aufhalten

Auch die Schulter konnte Kyrgios nicht aufhalten

Foto: TOLGA AKMEN / EPA

Kyrgios war nach mehreren unflätigen Ausrastern im Match gegen Tsitsipas zu 4000 Dollar Strafe verurteilt worden, sein frustrierter Gegner, der sich von Kyrgios provoziert fühlte, muss 10.000 Dollar zahlen, weil er den Ball auf die Tribüne gedroschen hatte. In den Pressekonferenzen nach dem Match war der Streit zwischen den Spielern weitergegangen.

Schmerzen in der rechten Schulter

Kyrgios, der sich im Match am Montag an der rechten Schulter behandeln ließ, steht zum zweiten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt. 2014 war ihm als Teenager der Durchbruch gelungen, als er im Wimbledon-Achtelfinale gegen Rafael Nadal (Spanien) gewann.

Der an Nummer elf gesetzte Amerikaner Taylor Fritz erreichte ebenfalls erstmals die Top-Acht. Der 24-Jährige ließ dem australischen Qualifikanten Jason Kubler beim 6:3, 6:1, 6:4 keine Chance. Fritz hat bislang noch keinen Satz abgegeben und bekommt es nun mit Nadal zu tun. Der gab sich keine Blöße und darf weiter vom historischen Kalender-Grand-Slam träumen.

Nadal mit dem 18. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in Folge

Der 36 Jahre alte Spanier ließ dem Niederländer Botic van de Zandschulp beim 6:4, 6:2, 7:6 (8:6) kaum eine Chance, lediglich im dritten Satz zeigte er ein paar Wackler. Nadal gelang sein 18. Sieg bei einem der vier wichtigen Tennisturniere der Welt nacheinander.

In diesem Jahr hat er bereits die Australian und French Open gewonnen. Von den chronischen Fußproblemen, die ihn seit Jahren begleiten und in der Sandplatzsaison teilweise stark belasteten, ist in Wimbledon nichts zu merken.

Krawietz/Mies erstmals im Viertelfinale

Das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies ist in Wimbledon zum ersten Mal ins Viertelfinale eingezogen. Das Duo gewann gegen Jonny O'Mara und Ken Skupski aus Großbritannien 7:6 (8:6), 6:4, 6:4. Die zweimaligen French-Open-Sieger treffen im Viertelfinale nun auf das an Nummer zwei gesetzte kroatische Doppel Mate Pavić und Nikola Mektić.

Krawietz, 30, und Mies, 31, waren in Wimbledon zuvor bislang nicht über die dritte Runde hinausgekommen. In den Doppel- und Mixed-Konkurrenzen sind alle weiteren deutschen Tennisprofis bereits ausgeschieden.

Halep in Titelform

Die Rumänin Simona Halep steht erstmals seit ihrem Titelgewinn 2019 wieder im Viertelfinale. Die 30-Jährige setzte sich im Duell mit der Weltranglisten-Vierten Paula Badosa aus Spanien souverän 6:1, 6:2 durch. Mit dem vierten Zwei-Satz-Sieg im Turnier präsentierte sich Halep weiter in Titelform. Die frühere Weltranglisten-Erste hatte den Rasenklassiker im vergangenen Jahr verletzt verpasst.

Sie trifft nun am Mittwoch auf Amanda Anisimova (USA), die den Lauf der Französin Harmony Tan beendete. Anisimova, 20, setzte sich gegen die Williams-Bezwingerin 6:2, 6:3 durch und spielt erstmals in Wimbledon um das Halbfinale.

Zudem erreichte Jelena Rybakina aus Kasachstan gegen Petra Martic aus Kroatien nach einem 7:5, 6:3 ihr erstes Wimbledon-Viertelfinale. Dort kommt es am Dienstag zwischen Jule Niemeier und Tatjana Maria am Dienstag zu einem deutschen Duell.

mfu/sid/dpa
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