Wimbledon Premierensieg für Niemeier, Struff unterliegt Alcaraz in fünf Sätzen

Erfreulicher Wimbledonauftakt für die deutschen Tennisprofis: Jule Niemeier gewann ihr erstes Grand-Slam-Match überhaupt und ist wie Maximilian Marterer weiter. Jan-Lennard Struff bot Aufsteiger Caros Alcaraz einen großen Kampf.
Jule Niemeier

Jule Niemeier

Foto: Frank Molter / dpa

Maximilian Marterer hat als erster deutscher Tennisprofi die zweite Runde erreicht. Der 27 Jahre alte Qualifikant bezwang den Slowenen Aljaž Bedene nach 3:04 Stunden Spieldauer 4:6, 7:5, 6:4, 7:5 und ließ sich dabei auch von zwei langen Regenpausen nicht aus dem Konzept bringen.

Foto: Frank Molter / dpa

Marterer trifft nun auf den an Nummer 23 gesetzten Frances Tiafoe aus den USA. Für den Weltranglisten-172. war es der erste Sieg überhaupt im Wimbledon-Hauptfeld, in das er sich durch drei Siege in der Qualifikation gekämpft hatte.

Premiere für Jule Niemeier

Jule Niemeier hat das erste Grand-Slam-Match ihrer Tenniskarriere gewonnen. Die 22-Jährige setzte sich gegen die Chinesin Wang Xiyu 6:1, 6:4 durch und zog in die zweite Runde ein. Dort trifft die Nummer 97 der Weltrangliste am Mittwoch auf die an Nummer zwei gesetzte Estin Anett Kontaveit.

Struff scheitert in fünf Sätzen

Jan-Lennard Struff hat zum Auftakt in Wimbledon eine große Überraschung nur knapp verpasst. Der 32-Jährige verlor in der ersten Runde gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz 6:4, 5:7, 6:4, 6:7 (3:7), 4:6. Nach großem Kampf und starker Leistung kassierte Struff im fünften Satz das entscheidende Break zum 4:5, der an Nummer fünf gesetzte Alcaraz verwandelte nach 4:10 Stunden seinen zweiten Matchball.

Jan-Lennard Struff (vorne) gegen Carlos Alcaraz (hinten)

Jan-Lennard Struff (vorne) gegen Carlos Alcaraz (hinten)

Foto: IMAGO/Dave Shopland/Shutterstock / IMAGO/Shutterstock

Struff hatte Alcaraz vergangenes Jahr in der ersten Runde der French Open noch bezwungen. Der 19 Jahre alte Spanier hat nach allein vier Turniersiegen in diesem Jahr aber einen ganz anderen Status und liegt derzeit auf Weltranglistenplatz sieben.

Titelverteidiger mit Mühe

Titelverteidiger Novak Djoković ist mit mehr Mühe als erwartet gestartet. Der sechsmalige Champion aus Serbien gewann unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts gegen den Südkoreaner Kwon Soon-woo nach 2:27 Stunden 6:3, 3:6, 6:3, 6:4.

»Er hat richtig stark gespielt. Ohne Vorbereitungsmatches fühlt man sich weniger selbstbewusst, als man es gerne hätte«, sagte Djoković: »Ich musste einen Weg finden, Kontrolle über die Punkte zu gewinnen. Mein Aufschlag hat geholfen. Hätte er den Breakball im dritten Satz verwandelt, hätte es anders laufen können.«

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Djoković, 35, gilt nach drei Triumphen in Serie als Favorit im All England Club, ohne den ausgeschlossenen Weltranglistenersten Daniil Medwedew aus Russland und dessen verletzten Verfolger Alexander Zverev ist er an Position eins gesetzt.

Gegen Kwon, Nummer 81 im Ranking, unterliefen Djoković ungewohnt viele Fehler. Nach dem Aus im Viertelfinale der French Open gegen Rafael Nadal hatte er pausiert und kein Vorbereitungsturnier auf Wimbledon gespielt. Die fehlende Matchpraxis auf Rasen war ihm anzumerken.

Hurkacz scheidet aus

Ausgeschieden ist dagegen überraschend Hubert Hurkacz, der als Halbfinalist des Vorjahres und Sieger in Halle/Westfalen als einer der Mitfavoriten nach Wimbledon gereist war. Der Pole verlor gegen Alejandro Davidovich Fokina 6:7 (4:7), 4:6, 7:5, 6:2, 6:7 (8:10). Dabei hatte er die Partie nach Matchbällen gegen sich im dritten Satz beinahe wieder unter Kontrolle.

mfu/sid/dpa
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