Einzug in die zweite Runde in Wimbledon Nadals Kampf dauert drei Stunden und 33 Minuten

Rafael Nadal ist mit einem mühevollen Viersatzsieg über den Außenseiter Francisco Cerúndolo ins Turnier gestartet. Und: Sechs deutsche Profis sind ausgeschieden.
Rafael Nadal

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John Walton / AP

Der 22-malige Grand-Slam-Turniergewinner Rafael Nadal hat beim Rasenklassiker in Wimbledon nach einigen Schwierigkeiten die zweite Runde erreicht. Der 36-Jährige bezwang den Argentinier Francisco Cerúndolo 6:4, 6:3, 3:6, 6:4 und präsentierte sich beim ersten Auftritt mehr als drei Wochen nach seinem Triumph bei den French Open noch längst nicht in Topform. Nadal trifft nun auf den Litauer Ričardas Berankis. Vor dem Erfolg in Paris hatte der Spanier bereits bei den Australian Open gewonnen.

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Gegen den 23-jährigen Cerúndolo musste Nadal aber härter arbeiten, als nach den ersten beiden Sätzen gedacht. Anfang des dritten Satzes erlebten die Zuschauer auf dem gut gefüllten Centre Court einen Schreckmoment, als Nadal ausrutschte und hinfiel. Der Spanier blieb aber unverletzt. Vor allem mit einer peitschenden Vorhand setzte der Außenseiter Cerúndolo, der noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier die erste Runde überstanden hat, seinen Gegner unter Druck.

Obwohl er schon mit einem Break vorn lag, gab Nadal den dritten Durchgang ab. Auch im vierten Satz lag er zurück, ehe er die Partie, die ihm zu entgleiten schien, herumriss und seine Erleichterung nach 3:33 Stunden herausschrie. Es war Nadals 306. Sieg bei einem der vier größten Tennisturniere der Welt.

Rafael Nadal und Francisco Cerúndolo geben sich die Hand

Rafael Nadal und Francisco Cerúndolo geben sich die Hand

Foto: Clive Brunskill / Getty Images

»Respekt an Fran, er war ein richtig harter Gegner«, sagte Nadal: »Ich habe aus verschiedenen Gründen seit drei Jahren keinen Fuß mehr auf einen Rasenplatz gesetzt. Der Sieg ist heute das Wichtigste, er gibt mir die Möglichkeit, morgen wieder zu trainieren.« Nadals letzter seiner zwei Wimbledonsiege liegt bereits zwölf Jahre zurück, zuletzt hatte er dort 2019 aufgeschlagen.

Vor der Partie hatte der Spanier berichtet, dass er sich die chronischen Schmerzen im linken Fuß durch eine spezielle Therapie gelindert habe. Nadal leidet seit einigen Jahren am Müller-Weiss-Syndrom, einer seltenen, degenerativen Erkrankung.

36-mal gesiegt – Świątek baut Serie aus

Die Weltranglistenerste Iga Świątek hat mit dem 36. Sieg nacheinander ihre Auftaktpartie in Wimbledon gewonnen. Die 21 Jahre alte Polin setzte sich am Dienstag 6:0, 6:3 in 75 Minuten gegen die kroatische Qualifikantin Jana Fett durch und baute ihre imposante Serie aus. Świątek zeigte im zweiten Satz ungewohnte Probleme, konnte aber einen 1:3-Rückstand drehen. Sie hatte zuletzt die French Open und auch die vorigen fünf Turniere für sich entschieden. Auf Rasen hat Świątek allerdings noch nie ein WTA-Finale erreicht. In der zweiten Wimbledon-Runde trifft sie auf Lesley Pattinama Kerkhove aus den Niederlanden.

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Maria erreicht zweite Runde – Sextett um Petković raus

Auf den erfolgreichen Auftakt aus deutscher Sicht folgte ein Tag voller Niederlagen: Von 13 deutschen Tennisprofis in Wimbledon sind nach der ersten Runde nur fünf übrig geblieben. Am Dienstag verloren drei Spieler und drei Spielerinnen, darunter Andrea Petković, ihre Matches. Nur Tatjana Maria gewann die Fortsetzung ihrer am Abend zuvor abgebrochenen Partie.

Sie folgte durch das 4:6, 6:3, 6:4 gegen die Australierin Astra Sharma der früheren Turniersiegerin Angelique Kerber, Jule Niemeier, Oscar Otte und Maximilian Marterer in die zweite Runde. Alle fünf sind am Mittwoch wieder im Einsatz.

Ausgeschieden sind dagegen neben Petković (4:6, 3:6 gegen die Schweizerin Viktorija Golubic) Daniel Altmaier, Nicola Kuhn, Dominik Koepfer, Tamara Korpatsch und Nastasja Schunk.

ngo/dpa/sid
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