Tennis in Wimbledon Vorjahres-Finalistin Pliskova scheidet überraschend aus – Świątek hat Mühe

Das Favoritinnensterben in Wimbledon geht weiter: Mit Karolina Pliskova schied bereits die fünfte der zehn bestgesetzten Spielerinnen aus. Eine Runde weiter ist dagegen Iga Świątek, die wie Rafael Nadal aber kurz wackelte.
Karolina Pliskova ist raus

Karolina Pliskova ist raus

Foto: Kirsty Wigglesworth / AP

Völlig überraschend ist Vorjahresfinalistin Karolina Pliskova beim Rasen-Klassiker in Wimbledon bereits in Runde zwei ausgeschieden. Die an Nummer sechs gesetzte Tschechin unterlag der Britin Katie Boulter 6:3, 6:7 (4:7), 4:6. Damit sind in der dritten Runde bereits fünf der zehn bestgesetzten Spielerinnen nicht mehr dabei.

Die Weltranglisten-Erste Iga Świątek hat unterdessen ihre imposante Siegesserie ausgebaut und die nächste historische Marke erreicht. Die Polin bezwang mit unerwarteter Mühe Lesley Pattinama Kerkhove aus den Niederlanden 6:4, 4:6, 6:3 und zog mit ihrem 37. Erfolg nacheinander in die dritte Runde ein. So viele Siege in Serie auf der WTA-Tour hatte zuletzt die Schweizerin Martina Hingis im Jahr 1997 gefeiert. Den Rekord hat Legende Martina Navratilova mit 74 Erfolgen inne.

Mit Mühe weiter: Iga Świątek

Mit Mühe weiter: Iga Świątek

Foto: HANNAH MCKAY / REUTERS

Topfavoritin Świątek trifft in der Runde der besten 32 nun auf Alizé Cornet aus Frankreich. Dabei hielt Pattinama Kerkhove, die nur aufgrund der Absage einer anderen Spielerin ins Hauptfeld gerutscht war, überraschend gut mit. Nach einem 2:4-Rückstand gewann French-Open-Siegerin Świątek im ersten Satz aber zum Ende des Durchgangs vier Spiele nacheinander. Nach dem Verlust des zweiten Satzes fand Świątek ihre Souveränität aber wieder.

Williams-Bezwingerin Harmony Tan erneut stark

Weniger anstrengend verlief der Tag für Simona Halep. Die Rumänin besiegte die Belgierin Kirsten Flipkens mit 7:5, 6:4. Halep trifft nun am Samstag auf Magdalena Fręch aus Polen.

Williams-Bezwingerin Harmony Tan hat nach ihrem überraschenden Sieg in Runde eins nachgelegt. Die 24 Jahre alte Französin setzte sich in der zweiten Runde gegen die an Position 32 gesetzte Spanierin Sara Sorribes Tormo 6:3, 6:4 durch. Am Samstag trifft Tan auf die Britin Katie Boulter.

Tan hatte nach dem dramatischen Dreisatzsieg über Williams für Aufsehen gesorgt, als sie angeblich verletzt ihren Doppelstart absagte. Ihre vorgesehene Partnerin Tamara Korpatsch aus Hamburg ließ ihrem Ärger über die kurzfristige Absage bei Instagram freien Lauf, mittlerweile haben sich beide aber ausgesprochen.

Auch die Gegnerin von Angelique Kerber steht nun fest. Die frühere Turniersiegerin trifft in der dritten Runde am Freitag auf Elise Mertens. Die Weltranglisten-31. aus Belgien gewann die Fortsetzung ihres am Abend zuvor unterbrochenen Matches gegen Panna Udvardy aus Ungarn 3:6, 7:6 (7:5), 7:5. Kerber (Kiel) hat das bislang einzige Duell mit Mertens 2019 in Doha verloren.

Nadal weiter im Rennen um den Kalender-Grand-Slam

Bei den Männern hat Rafael Nadal gewackelt, sich aber dann durchgesetzt. Der Grand-Slam-Rekordsieger aus Spanien gewann gegen den Litauer Ricardas Berankis 6:4, 6:4, 4:6, 6:3 und trifft nun auf Lorenzo Sonego aus Italien. Für Nadal war es der 16. Erfolg bei einem der vier größten Tennisturniere in Folge.

Mühsam, aber erfolgreich: Rafael Nadal ist weiter

Mühsam, aber erfolgreich: Rafael Nadal ist weiter

Foto: PAUL CHILDS / REUTERS

Der 36-Jährige, der schon in der ersten Runde über vier Sätze gehen musste, bleibt im Rennen um den Kalender-Grand-Slam, den Triumph bei den vier größten Tennisturnieren in einer Saison. Die Australian und French Open hat Nadal trotz seiner chronischen Fußprobleme bereits gewonnen. In Wimbledon hatte er zuletzt 2010 triumphiert.

kjo/dpa/sid
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