"Testosteron-Regel" bestätigt Caster Semenya unterliegt vor Gericht

Wenn Caster Semenya in Zukunft an internationalen Laufwettbewerben teilnehmen will, muss sie ihren Testosteronwert senken. Das Schweizer Bundesgericht hat die Berufung der zweifachen Olympiasiegerin abgelehnt.
Das Bundesgericht wies Caster Semenyas Beschwerde ab

Das Bundesgericht wies Caster Semenyas Beschwerde ab

Foto: Dylan Martinez REUTERS

Das Schweizer Bundesgericht hat die Berufung der zweimaligen 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya abgelehnt und somit die Gültigkeit der "Testosteron-Regel" des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics bestätigt. Nach dieser Regel dürfen intersexuelle Läuferinnen über die Distanzen zwischen 400 Meter und der Meile nur dann starten, wenn sie ihren erhöhten Testosteronspiegel durch die Einnahme von Medikamenten unter einen Grenzwert drücken.

Die Südafrikanerin Semenya hatte mehrfach betont, keine Medikamente nehmen zu wollen. Hier geht es zum FAQ zum Fall Semenya.

Caster Semenya beim 800-Meter-Rennen der IAAF Diamond League 2019 in Doha

Caster Semenya beim 800-Meter-Rennen der IAAF Diamond League 2019 in Doha

Foto: Karim JAAFAR / AFP

"Der Oberste Gerichtshof der Schweiz stellte fest, dass die Forderung von World Athletics, bestimmte Sportlerinnen als Voraussetzung für die Teilnahme an 400- bis 1500-m-Wettkämpfen der Einnahme von Medikamenten oder chirurgischen Eingriffen auszusetzen, keinen Verstoß gegen die öffentliche Ordnung der Schweiz darstellt", erklärte das Gericht.

Im März hatte die dreimalige Weltmeisterin angekündigt, bei den Olympischen Spielen in Tokio auf die 200-m-Distanz zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sommerspiele wegen der Corona-Pandemie allerdings noch nicht auf 2021 verschoben worden.

mas/sid
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