Halbfinale der Tischtennis-WM in Chengdu Deutsches Frauenteam unterliegt Japan – und gewinnt Bronze

Es wäre der erste Finaleinzug für die deutschen Tischtennisfrauen seit mehr als 80 Jahren gewesen – doch die Olympiazweiten aus Japan waren zu stark. Als Trost bleibt die Bronzemedaille bei der WM im chinesischen Chengdu.
Han Ying bei der Mannschafts-WM im chinesischen Chengdu

Han Ying bei der Mannschafts-WM im chinesischen Chengdu

Foto: STR / AFP

Die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft der Frauen hat das WM-Halbfinale gegen Japan verloren. Trotz starker Gegenwehr unterlagen Ying Han (KTS Tarnobrzeg), Nina Mittelham und Shan Xiaona (beide TTC Berlin Eastside) den Silbermedaillen-Gewinnerinnen der Olympischen Spiele am Freitag mit 0:3. Damit verpasste Deutschland seinen ersten Finaleinzug seit 1939.

Das Team von Bundestrainerin Tamara Boros hatte die Bronzemedaille im chinesischen Chengdu bereits vorher sicher, da der dritte Platz bei einer Weltmeisterschaft nicht extra ausgespielt wird. Es ist der größte WM-Erfolg für die deutschen Frauen seit 2010. »Grundsätzlich sind wir mit Bronze sehr glücklich«, sagte die 25-jährige Mittelham. »Aber wenn man sieht, wie das Spiel heute lief, wäre ich auch glücklich gewesen, wenn wir ins Finale eingezogen wären.«

Die EM-Zweite zwang die Weltranglisten-Fünfte Hina Hayata zum Auftakt in den fünften Satz. Den verlor Mittelham nach einer 8:5-Führung aber mit 8:11. Han war danach beim 0:3 gegen die Mixed-Olympiasiegerin Mima Ito chancenlos. Den dritten Punkt für die Favoritinnen holte die 18-jährige Miyuu Kihara gegen die 21 Jahre ältere Shan Xiaona ebenfalls erst im fünften Satz (3:2).

Im Finale treffen die Japanerinnen auf China, das bislang im Turnier extrem dominant auftrat. Bereits bei der letzten Austragung 2018 standen diese beiden Teams am Ende ganz oben – mit dem besseren Ende für China.

Die deutschen Herren stehen nach einem 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen Frankreich ebenfalls im Halbfinale. Dort treffen sie auf Südkorea.

mfu/dpa
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