9. Etappe der Tour de France Debütant O’Connor gewinnt und ist erster Pogačar-Verfolger

Ben O’Connor hat bei nasskaltem Wetter die zweite Alpenetappe der Frankreich-Rundfahrt gewonnen. Der Australier hatte bei seiner ersten Tour überhaupt zwischendurch sogar das Gelbe Trikot virtuell übergestreift.
Ben O’Connor: Erste Tour, erster Etappensieg

Ben O’Connor: Erste Tour, erster Etappensieg

Foto: GUILLAUME HORCAJUELO / EPA

Der Australier Ben O’Connor (AG2R Citroën) hat die 9. Etappe der 108. Tour de France gewonnen. Nach den 144,9 Kilometern von Cluses nach Tignes fuhr der 25-Jährige mit 5:07 Minuten Vorsprung vor dem Italiener Mattia Cattaneo (Androni Giocattoli-Sidermec) ins Ziel. Dritter wurde Cattaneos Landsmann Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious).

Nairo Quintana aus Kolumbien (Arkéa-Samsic) eroberte das Gepunktete Trikot für die Bergwertung. Der Gesamtführende Tadej Pogačar (UAE Emirates), der am Ende als Sechster ins Ziel kam, verlor bei Dauerregen und bei knapp zweistelligen Temperaturen zwischendurch virtuell das Gelbe Trikot, machte gegen Rennende aber noch einiges an Zeit gut und liegt nun noch 2:01 Minuten vor dem neuen Zweiten, O’Connor.

Nach knapp 43 Kilometern attackierte der bis dato Führende in der Bergwertung, Wout Poels (Bahrain Victorious). Verfolgt wurde er zunächst nur von Quintana, der die folgende Bergwertung zwar im Sprint verlor, sich danach aber von Poels absetzte.

Zwischenzeitlich den Anschluss verloren

In der Folge bildete sich ohne Poels erst eine fünf-, später eine dreiköpfige Spitzengruppe um Quintana, der auch als Erster über den Col du Pré kam, den ersten Berg der schwersten Kategorie bei dieser Tour.

Knapp 35 Kilometer vor dem Ziel verlor O’Connor zunächst den Anschluss an die anderen beiden Ausreißer, Quintana und Sergio Higuita, kämpfte sich aber nach einigen Kilometern Alleinfahrt wieder ran, um dann den beiden Kolumbianern davonzufahren.

Der Träger des Gelben Trikots, Tadej Pogačar, befand sich lange im Hauptfeld, das zwischendurch mehr als acht Minuten Rückstand hatte. Gegen Ende des Rennens nahm der Slowene aber noch einmal Tempo auf, setzte sich von der ersten größeren Verfolgergruppe ab und holte noch einige Minuten auf O’Connor auf.

svs
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