Tour de France Sprintstar Jakobsen gewinnt die Etappe über die Ostsee

Spektakuläre Bilder von der Tour de France in Dänemark: Die zweite Etappe führte über den Großen Belt – am Ende triumphierte mit Fabio Jakobsen einer, der vor zwei Jahren noch mit dem Tod rang.
Fürs Peloton ging es über die Brücke über den Großen Belt

Fürs Peloton ging es über die Brücke über den Großen Belt

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Mads Claus Rasmussen / EPA

Der Niederländer Fabio Jakobsen hat die zweite Etappe der 109. Tour de France gewonnen. Der 25-Jährige holte sich am Samstag nach 202,2 Kilometern von Roskilde nach Nyborg den Sieg im Sprint vor dem Belgier Wout van Aert und dem Dänen Mads Pedersen.

Fabio Jakobsen siegte bei der zweiten Etappe

Fabio Jakobsen siegte bei der zweiten Etappe

Foto: GONZALO FUENTES / REUTERS

Van Aert übernahm dank der Zeitgutschrift das Gelbe Trikot von Auftaktsieger Yves Lampaert, der zuvor auf der Brücke über den Großen Belt bereits eine Schrecksekunde erlebt hatte. Nach einem Sturz war der Belgier zwischenzeitlich abgehängt, doch mithilfe seiner Teamkollegen schaffte er es wieder ins Feld.

Vor zwei Jahren schien die Karriere von Jakobsen bereits vorbei. Nach einem schlimmen Sturz bei der Polen-Rundfahrt, als er von seinem Landsmann Dylan Groenewegen in die Balustraden gedrängt worden war, lag Jakobsen zwischenzeitlich im künstlichen Koma, die Ärzte kämpften tagelang um sein Leben. Er hatte nach dem Sturz nur noch einen eigenen Zahn und musste im Gesicht mit 130 Stichen genäht werden.

»Das ist unglaublich. Es war ein langer Prozess. Viele Leute haben mir geholfen, wieder zurückzukommen. Heute habe ich ihnen etwas zurückgezahlt. Das ist ein fantastischer Tag. Davon habe ich 15 Jahre lang geträumt«, sagte der Niederländer.
Am Sonntag wird die Tour zum Abschluss des Gastspiels in Dänemark mit der dritten Etappe über 183 Kilometer von Vejle nach Sønderborg fortgesetzt. Danach folgt der erste Ruhetag, ehe es ab Dienstag in Frankreich weitergeht.

aha/dpa
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