Nach Ende der letzten Etappe Ermittlungen wegen Dopingverdachts bei Tour de France

Bei der Tour de France war zuletzt bereits über Doping spekuliert worden. Nun gibt es offenbar den ersten Verdachtsfall: Die Staatsanwaltschaft in Marseille bestätigte einem Medienbericht zufolge Untersuchungen.
Steht Medienberichten zufolge im Fokus der Untersuchungen: Dayer Quintana

Steht Medienberichten zufolge im Fokus der Untersuchungen: Dayer Quintana

Foto: KENZO TRIBOUILLARD / AFP

Der Tour de France droht offenbar ein Dopingskandal. Die Staatsanwaltschaft von Marseille bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass eine vorläufige Untersuchung wegen eines Dopingverdachts eingeleitet worden sei. Demnach seien zahlreiche Gesundheitsprodukte entdeckt worden, darunter Medikamente und in dem Zusammenhang auch Hinweise auf Doping, zitierte die AFP die Staatsanwaltschaft von Marseille.

Zwei Menschen "aus dem nahen Umfeld" seien in Polizeigewahrsam genommen worden, hieß es. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es sich um das Team Arkea-Samsic und um Dayer Quintana handeln, den Bruder des kolumbianischen Radstars Nairo Quintana. Der 30-Jährige hatte die Tour auf Rang 17 beendet.

Zudem stehe medizinisches Personal im Fokus der Ermittler. Die Unterkunft des Teams soll am vergangenen Mittwoch noch während der Frankreich-Rundfahrt untersucht worden sein. Die Durchsuchungen hätten in der Nähe des Wintersportorts Méribel in den französischen Alpen stattgefunden, berichtete die französische Sportzeitung "L'Équipe". Quintana und sein Team hatten die Tour zu Ende gefahren.

Bei der Tour de France hatte es zuletzt Spekulationen über Dopingvergehen gegeben. So riefen unter anderem die Leistungen von Tour-Sieger Tadej Pogacar Misstrauen hervor. Dabei ist die Tour de France auf dem Papier so sauber wie selten. Pogacar selbst sagte in der ARD: "Ich habe eine reine Weste."

hba/sid/dpa
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