Tourist Trophy auf der Isle of Man Wieder Todesopfer bei der gefährlichsten Motorsport-Veranstaltung der Welt

Blinde Kurven, fehlende Auslaufzonen und 260 Todesopfer seit dem ersten Rennen 1911 – die Bilanz der Tourist Trophy auf der britischen Isle of Man ist verheerend. Auch in diesem Jahr kamen bereits zwei Fahrer ums Leben.
Rasen, wo es am engsten ist: Die Tourist Trophy auf der britischen Isle of Man (Archivfoto von 2007)

Rasen, wo es am engsten ist: Die Tourist Trophy auf der britischen Isle of Man (Archivfoto von 2007)

Foto: Ian Walton / Getty Images

Die berüchtigte Tourist Trophy auf der Isle of Man hat bereits ihr zweites Todesopfer in diesem Jahr gefordert. Der Franzose Olivier Lavorel starb am Sonntag, als sich das von seinem Landsmann Cesar Chanel gelenkte Seitenwagen-Gespann in der ersten Runde überschlug. Am vergangenen Mittwoch war der walisische Yamaha-Fahrer Mark Purslow bei einem schweren Unfall im Training ums Leben gekommen. Der 29-jährige Fahrer war in der sogenannten Ballagarey gestürzt, einer der schnellsten (mit mehr als 260 km/h) und schwierigsten der 264 Kurven auf der 60 Kilometer langen Strecke.

»Rennfahren war seine Leidenschaft – er fuhr in Nordirland und in der Internationalen Straßenrennmeisterschaft – aber Tourist Trophy-Fahrer zu werden, war sein Lebensziel und seine ultimative persönliche Herausforderung. Die TT geht weiter, aber wir denken an Mark«, schrieben die Organisatoren am Abend der Tragödie in den sozialen Netzwerken.

Drei Tage später folgte dann die nächste Beileidsbekundung: Olivier Lavorel saß im Seitenwagen neben seinem Landsmann César Chanel, als sie von der Straße abkamen. Der 29-Jährige starb noch an der Strecke. Sein Freund wurde ins Krankenhaus gebracht und befand sich in einem kritischen Zustand. Das Duo nahm zum ersten Mal an der Tourist Trophy teil.

Die seit 1907 ausgetragene Tourist Trophy ist die umstrittenste und gefährlichste Motorsport-Veranstaltung der Welt. Hauswände, Mauern, Böschungen, Abhänge, Senken, blinde Kurven, keine Auslaufzonen, nur ein paar Strohballen am Wegesrand – dennoch zieht das Spektakel Jahr für Jahr Zehntausende Fans an. Seit 1911 hat das zweiwöchige Event nicht weniger als 260 Todesopfer gefordert.

vgl/sid

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