Aufatmen in Dallas Nowitzki schießt Mavericks aus der Krise

Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks in der NBA zurück auf die Siegerstraße geführt. Nach drei Niederlagen in Folge glänzte der deutsche Nationalspieler gegen Phoenix als bester Spieler auf dem Feld. Dennoch herrscht Unruhe im Lager der Texaner.


Kollegen-Schelte nach Gala-Auftritt: Dallas-Star Dirk Nowitzki
AP

Kollegen-Schelte nach Gala-Auftritt: Dallas-Star Dirk Nowitzki

Dallas - Nowitzki war beim 103:90 über die Phoenix Suns mit 26 Punkten erfolgreichster Werfer seines Teams. Besonders in der ersten Hälfte, als es nach einem schnellen Zehn-Punkte-Rückstand nach der vierten Niederlage der Mavericks in Folge aussah, war Nowitzki zur Stelle: Er verwandelte alle seiner acht Würfe und avancierte so einmal mehr zum Matchwinner. Insgesamt war es das fünfte Spiel in Folge, in dem Nowitzki zweistellig punktete.

Nach der Partie zog der Nationalspieler aus Würzburg ein positives Fazit: "Wir haben heute erneut bewiesen, dass wir daheim eine Macht sind. Jetzt müssen wir uns auch auswärts besser verkaufen und dort vor allem unsere Defensive verstärken."

Doch trotz des Sieges gegen die Phoenix Suns, derzeit drittschlechteste Mannschaft der NBA, kam bei den Mavericks keine rechte Euphorie auf. Der vor der Saison nach Dallas gewechselte Forward Antoine Walker äußerte erstmals öffentlich Kritik an seinen kurzen Spielzeiten: "Ich stand wieder nur 18 Minuten auf dem Platz. Wenn Dallas mehr von mir erwartet, muss man mich auch länger spielen lassen." Während der Vorstoß bei Coach Don Nelson auf Verständnis stieß, hielt Nowitzki Walkers Beschwerde für unpassend: "So kurz vor den Playoffs sollte man den Kopf nicht hängen lassen."

Shaq fliegt vom Feld

Vor den Mitte April beginnenden Playoffs belegt Dallas derzeit Platz fünf im Westen - hinter Sacramento, Minnesota, San Antonio und den LA Lakers. Letztere erhielten bei ihrem vollmundig angekündigten Endspurt erneut einen Dämpfer. Die Kalifornier unterlagen ohne ihre verletzten Superstars Kobe Bryant und Karl Malone bei den Utah Jazz mit 83:88.

Bis zu Beginn des abschließenden Spielviertels sahen die Lakers angesichts einer 72:68-Führung wie der Sieger aus. Doch nach dem Platzverweis gegen Center Shaquille O'Neal, der nach zwei technischen Fouls vom Parkett musste, gab der große Titelfavorit das Spiel doch noch aus der Hand.

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