Basketball USA bastelt an neuem "Dream Team"

Nach dem blamablen Auftritt bei der WM im eigenen Land sind die amerikanischen Basketballer in sich gegangen. Für das olympische Turnier in Athen soll wieder ein traumhaftes Team zusammengestellt werden. Sogar auf ihre üblichen Allüren wollen die NBA-Stars künftig verzichten.


Jason Kidd, Kobe Bryant: Zwei mögliche Bausteine des künftigen "Dream Team"
AFP

Jason Kidd, Kobe Bryant: Zwei mögliche Bausteine des künftigen "Dream Team"

New York - Die USA werden beim olympischen Basketball-Turnier 2004 in Athen wieder mit einem sogenannten "Dream Team" vertreten sein. Der amerikanische Verband kündigte an, in Griechenland mit den besten Spielern der NBA antreten zu wollen. Damit zogen die Funktionäre die Konsequenzen aus dem blamablen Auftritt und Platz sechs des US-Teams bei der WM im September in Indianapolis. Dort waren die USA nach den Absagen zahlreicher NBA-Stars mit der zweiten Garde angetreten.

"Die USA sind der Geburtsort des Basketballs. Deshalb haben wir eine besondere Verpflichtung. Wir waren tief enttäuscht über den sechsten Platz. In Athen wollen wir das amerikanische Team wieder auf dem obersten Treppchen sehen", sagte Verbandspräsident Tom Jernstedt.

Coach gesucht


Schon in den nächsten zwei Wochen soll der Coach der Auswahl nominiert werden. Zur Auswahl stehen neben Meistertrainer Phil Jackson von den Los Angeles Lakers noch Larry Brown (Philadelphia 76ers), Pat Riley (Miami Heat) und Jerry Sloan (Utah Jazz). Bis Ende Dezember möchte der Verband außerdem sechs Spieler nominieren.

Erste Gespräche wurden mit den Olympiasiegern von Sydney, Jason Kidd (New Jersey Nets), Tim Duncan (San Antonio Spurs), Tracy McGrady (Orlando Magic) und Ray Allen (Milwaukee Bucks) geführt. Sie signalisierten Bereitschaft, am Qualifikations-Turnier für Olympia ab August 2003 teilzunehmen. Eine Zusage von Kobe Bryant und Shaquille O'Neal vom NBA-Champion Los Angeles Lakers steht noch aus. O'Neal möchte seine Entscheidung von der Nominierung Phil Jacksons als Coach des Dream Teams abhängig machen.

Stars wollen im Olympischen Dorf wohnen


Nach einer Sitzung in New York erklärte Verbands-Boss Jernstedt außerdem, dass die NBA-Stars 2004 erstmals im Olympischen Dorf untergebracht werden. Der Vorschlag sei von den Spielern selbst gekommen, die den Kontakt mit anderen Sportlern und die besondere Atmosphäre Olympischer Spiele erleben wollen. Bei den Sommerspielen 1992, 1996 und auch 2000 war das Gold-Team stets in besonders gesicherten Luxus-Hotels untergebracht.

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