Major League Baseball Philadelphia gewinnt World Series

Das Warten hat für die Philadelphia Phillies ein Ende. Das Team von der Ostküste holte erstmals seit 28 Jahren wieder den Titel in der Major League Baseball. Nach einer zweitägigen Regenunterbrechung behielten die Phillies in den verbleibenden drei Innings die Nerven.


Hamburg - Mit einem 4:3 gegen die Tampa Bay Rays sicherte sich Philadelphia den nötigen vierten Sieg, um die Best-of-seven-Serie zu gewinnen. Die Rays hatten nur die zweite Partie gewinnen können. Das entscheidende fünfte Spiel hatte wegen starker Regenfälle am Montag abgebrochen werden müssen.

Phillies-Pitcher Lidge (Mitte) und Teamkollegen: Endlich Erlösung
REUTERS

Phillies-Pitcher Lidge (Mitte) und Teamkollegen: Endlich Erlösung

"Ich habe immer gewusst, dass wir die World Series gewinnen können", sagte Phillies-Coach Charlie Manuel. Dessen Team ist erst das fünfte in der Geschichte der MLB, dass nach einem 1:1 die entscheidenden drei Siege daheim holte.

"Sehr wenige in der Baseball-Welt hätten vermutet, dass wir überhaupt so weit kommen könnten", sagte Joe Maddon, Manager des unterlegenen Teams aus Tampa. Die Rays waren erst vor elf Jahren gegründet worden. Nachdem das Team im letzten Jahr noch das schwächste Team der MLB war, ist das erreichen der World Series nun ein großer Erfolg.

Am Mittwoch, knapp zwei Tage nachdem Begegnung Nummer fünf beim Stand von 2:2 abgebrochen worden war, mussten die Teams nur noch für drei Innings auf das Feld. Pedro Feliz sorgte im siebten Inning für den entscheidenden Run für die Phillies, der eingewechselte Pitcher Brad Lidge beendete das Spiel mit einem Strike-Out gegen Eric Hinske.

25 Jahre hatte die Sportstadt Philadelphia bis zu diesem Moment auf einen Titel warten müssen. Damals hatten die Basketballer der 76ers um die Superstars Julius Erving und Moses Malone die letzte Meisterschaft nach Philadlphia geholt. Entsprechend groß war die Freude im ausverkauften Citizens Bank-Park.

"Phinally!"

"Dieses Ding hier ist für euch und für Philadelphia", brüllte Manuel über die Stadionmikrofone den Zuschauern zu und stemmte dabei die Meister-Trophäe in die Höhe, während im Hintergrund das Wahrzeichen des Ballparks, die nachgebildete Unabhängigkeitsglocke, läutete und ein Feuerwerk entzündet wurde. Von den Rängen schwenkten derweil aufgrund der Außentemperaturen von fünf Grad dick verpackte Fans Schilder mit der Aufschrift "phinally!".

Im vergangen Jahr hatte Philiadelphia nach eine 2:10-Pleite gegen die St. Louis Cardinals als erste amerikanische Profimannschaft mehr als 10.000 Spiele verloren.

Bei Tampa hatte Philadelphia zum Auftakt 3:2 gewonnen und dann 2:4 verloren. Die drei Heimspiele gingen dann 5:4, 10:2 und 4:3 an die Phillies. Der Ostküsten-Club hatte bisher nur 1980 die Meisterschaft gewonnen.

ach/set/AP/Reuters/dpa



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