Mavericks in Führung Dallas bremst Suns erneut aus

Die Defensive galt bislang immer als Achillesferse der Mavericks. Doch wie schon in Spiel zwei der Final-Serie in der Western Conference überzeugte Dallas in der Verteidigung und fuhr gegen die Suns den zweiten Erfolg ein. In der Offensive überragte Dirk Nowitzki.


Hamburg - "Wir wollten mindestens einen Sieg in Phoenix und der ist uns gelungen", sagte der deutsche Nationalspieler, der zum 95:88-Erfolg bei den Suns 28 Punkte und 17 Rebounds beisteuerte. Nach der Heimniederlage im ersten Spiel um den Einzug ins NBA-Finale haben die "Mavs" nun wieder die Führung in der Best-of-seven-Serie übernommen und liegen mit 2:1 Siegen vorne.

Nowitzkis Teamkollege Josh Howard erzielte 22 Zähler und zwölf Rebounds, Jason Terry war der dritte Dallas-Spieler, dessen Punkte-Ausbeute zweistellig war. Die Stärke der "Mavs" lag allerdings in der Defensive. Wie schon in der Partie zuvor verfehlten die Suns die 100-Punkt-Marke und konnten nicht ihr gewohntes Offensivspiel aufziehen. In den ersten beiden Vierteln gelang Phoenix nur vier Punkte durch Fast-Breaks, in den letzten beiden Spielabschnitten erzielte das Team keinen einzigen Zähler durch Tempo-Gegenstöße.

"Wir haben das Tempo kontrolliert und nach der Pause nur noch 36 Punkte zugelassen. Das ist riesig", freute sich Nowitzki.

Auch der wertvollste Spieler der regulären Saison, Steve Nash, konnte die Niederlage vor 18.000 Zuschauern nicht abwenden. "Wir lachen nicht, wir kämpfen nicht, und wir haben nicht das nötige Feuer, um zu gewinnen. Das enttäuscht mich", sagte Steve Nash nach der Partie. Mit 21 Punkten und sieben Rebounds war er der erfolgreichste Werfer seines Teams, gefolgt von Boris Diaw, der 20 Zähler auf dem Konto hatte.

Dallas-Coach Avery Johnson sah die Gründe für den Sieg seiner Mavericks ähnlich wie Nash in der Einstellung der Spieler: "In diesen Playoffs sind die Teams praktisch gleichstark. Da ist es vor allem eine Frage des Willens. Und wir wollten den Sieg mehr."

Die 88 Punkte der Gastgeber bedeuteten Minusrekord in den Playoffs.  Mike d'Antoni, Trainer der Suns, zeigte sich ratlos nach der mageren Ausbeute: "Wir haben aus unerklärlichen Gründen den Fuß vom Gas genommen. Vielleicht sind wir mental müde. Aber wir werden zurückschlagen. Das verspreche ich." Am Dienstag kann er sein Versprechen einlösen. Dann findet die vierte Partie wieder in Phoenix statt.

guv/dpa/Ap/Reuters



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