NBA Bryant nervenstark, Chicago wahrt Chance auf Playoffs

Lieblingsgegner: Kobe Bryant spielte gegen Toronto einmal mehr groß auf und führte die Lakers zum 45. Saisonsieg. Phoenix bezwang Memphis deutlich, Chicago gewann gegen Utah und bleibt im Rennen um die Playoffs.


Hamburg - Die Los Angeles Lakers sind wieder das Spitzenteam der Western Conference. Gegen die Toronto Raptors siegten sie 117:108 in eigener Halle und konnten sich erneut auf ihre Stars verlassen. Kobe Bryant erzielte 34 Punkte, zehn davon in den letzten achteinhalb Minuten der Partie. Zusätzlich verbuchte er sieben Rebounds und ebensoviele Assists.

Guard Bryant: Gegen Toronto einmal mehr Matchwinner
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Guard Bryant: Gegen Toronto einmal mehr Matchwinner

Dass der Guard über außergewöhnliche Nervenstärke verfügt, zeigte er, als er in den Schlussminuten alle seine sechs Freiwürfe verwandelte. Die Raptors scheinen Bryant zu liegen - gegen das Team gelang ihm im Januar 2006 seine bisherigen Karrierebestleistung: Damals besiegte Bryant die Kanadier mit 81 Punkten im Alleingang.

20 Punkte und neun Rebounds trug Lakers-Forward Lamar Odom zum Sieg seiner Mannschaft bei, die mit 15 Drei-Punkte-Würfen erfolgreich war - zum Unmut von Trainer Phil Jackson: "Das waren zu viele", ärgerte er sich über die 32 Versuche seines Teams von jenseits der Dreier-Linie. Beste Werfer der Raptors waren Guard T.J. Ford mit 28 Punkten (24 davon in der zweiten Hälfte), Shooting Guard Anthony Parker kam auf 21 Zähler und Center Rasho Nesterovic holte 18 Treffer und acht Rebounds. Damit stehen die Toronto Raptors auf Rang fünf der Eastern Conference. Für die Lakers steht nun eine lange Auswärtsreise an, während der sie ihren ersten Platz im Westen gegen die Top-Teams aus New Orleans, Houston, Dallas und Utah behaupten müssen.

Einen wichtigen Sieg im Rennen um einen Playoff-Platz konnten die Chicago Bulls einfahren. Sie besiegten die Utah Jazz 108:96 und liegen nun hinter Atlanta auf dem 9. Platz der Eastern Conference. Utah verlor erstmals nach fünf siegreichen Spielen in Folge, führt aber weiterhin die Northwest Division an. Bester Mann bei den Bulls war Drew Gooden: 24 Punkte, zehn Rebounds und drei Blocks bedeuten Saisonbestleistung für den Forward. Hinzu kamen 19 Zähler durch Guard Ben Gorden.

NBA-Ergebnisse

Indiana - Seattle 114:107
Washington - Milwaukee 105:97
Minnesota - Portland 96:103
Chicago - Utah 108:96
Phoenix - Memphis 132:111
Lakers - Toronto 117:108
Der Center der Jazz, Mehmet Okur, verbuchte 22 Punkte und 18 Rebounds, Guard Deron Williams 20 Treffer und 10 Korbvorlagen. Forward Andrei Kirilenko lief von Beginn an für Utah auf und kam auf 12 Punkte. Der Russe hatte sich bei einem Foul von Dirk Nowitzki die rechte Hüfte geprellt und konnte die letzten drei Spiele nicht bestreiten. Dennoch zeigte er sich wenig nachtragend: "Ich glaube, Dirk war einfach aus dem Gleichgewicht geraten."

Durch das 132:111 gegen die Memphis Grizzlys haben die Phoenix Suns ihre Statistik seit dem Zugang von Shaquille O'Neal auf 5:6 verbessert. Auch wenn der Zugang lediglich auf 2 Punkte und 8 Rebounds in seinen 16 Minuten Einsatzzeit kam, war sein Coach Mike D'Antoni zufrieden: "Er hat keinen Punkt in der ersten Hälfte erzielt, aber ich denke, er hat das Spiel kontrolliert." Entscheidend für den Erfolg war Phoenix' gute Trefferquote (60 Prozent). Verlassen konnten sich die Suns dabei vor allen auf ihren Forward Amare Stoudemire, der neben 29 Punkten auch noch 13 Rebounds holte. Guard Raja Bell von den Suns war mit 20 Punkten (18 davon im dritten Viertel) genauso erfolgreich wie Memphis' bester Mann, Forward Rudy Gay. Die Grizzlys haben die letzten acht Partien gegen Phoenix verloren und stehen auf dem vorletzten Platz der Western Conference.

Nehmerqualitäten bewies Mike Dunleavy von den Indiana Pacers. Der Guard kam gegen die Seattle SuperSonics zweimal nach Verletzungen zurück in die Partie und verbuchte 32 Punkte. Nach drei Niederlagen am Stück gewann Indiana 114:107, für Seattle war es die fünfte Pleite in Folge. Daran konnten auch 27 Zähler von Forward Kevin Durant nichts ändern.

luk/AP/dpa



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