NBA Dallas siegt trotz Nowitzki-Verletzung

Dallas ist in der NBA nicht zu stoppen: Gegen Orlando gewannen die Mavericks das elfte Spiel in Serie. Dirk Nowitzki musste jedoch frühzeitig das Feld verlassen. Die Utah Jazz überraschten San Antonio, die Clippers siegten ebenfalls. Houston stolperte in Phoenix.


Hamburg - Nowitzki musste wegen der Spätfolgen einer Augenverletzung eine Minute und 46 Sekunden vor Schluss des ersten Viertels das Spielfeld verlassen und in der Kabine behandelt werden. "Es war beängstigend. Auf einmal konnte ich den Spieler, der rechts neben mir lief, nicht mehr sehen", sagte Nowitzki, der allerdings am Freitag gegen die Sacramento Kings wieder auflaufen will. Gegen harmlose Toronto Raptors gewannen die Mavericks aber auch ohne ihren besten Schützen locker 117:98 und übernahmen mit 11 Siegen bei 4 Niederlagen die Tabellenführung in der Southwest Division, weil die Konkurrenten Houston (91:102 bei den Phoenix Suns) und San Antonio (75:83 in Utah) patzten.

Nowitzki hatte sich die Verletzung am Montag beim 93:87 über die Minnesota Timberwolves zugezogen, zunächst allerdings ohne Auswirkungen. "Ich bekam zwei oder drei Mal einen Ellbogen ins Auge. Das waren wohl heute die Auswirkungen." Trotz der Sichtprobleme hatte der Forward, der noch während der Partie von einem Augenarzt untersucht wurde, bis zu seiner Auswechslung sechs Punkte erzielt. In seiner Abwesenheit avancierten die Forwards Josh Howard (26 Punkte) und Jerry Stackhouse (23 Punkte) zu den erfolgreichsten Werfern der Mavericks. Dallas geriet während der einseitigen Partie nicht ein einziges Mal in Rückstand.

Die Rockets (10 Siege, 5 Niederlagen) konnten in Phoenix lange mithalten, im letzten Viertel brach das Team um Tracy McGrady und Yao Ming jedoch ein. "Wir haben da niemanden gedeckt", ereiferte sich Houstons Coach Jeff van Gundy nach dem 91:102. Unzufrieden war auch Suns-Guard Steve Nash, der seinerseits den Kopf schüttelte über die Leistung seiner Mannschaft im zweiten und dritten Viertel. "Wir kamen einfach nicht ins Spiel", erklärte Nash, der mit 17 Punkten und 8 Assists eine vergleichsweise schwache Vorstellung ablieferte.

Überragend bei Phoenix (8/6) war ein Spieler, der die vergangene Saison noch fast komplett hatte aussetzen müssen: Amaré Stoudemire. Der Center erzielte 22 Punkte und holte 15 Rebounds. McGradys 23 Zähler waren zu wenig, da Ming schon früh wegen Foulproblemen auf die Bank musste und in knapp 30 Minuten lediglich 18 Zähler auflegte - 8 unter seinem Saisonschnitt.

NBA-Resultate

DALLAS - Toronto 117:98
ATLANTA - Charlotte 99:90
Cleveland - NEW YORK 98:101
Boston NEW JERSEY 103:106
UTAH - San Antonio 83:75
PHOENIX - Houston 102:91
Seattle - ORLANDO 84:94
L.A. CLIPPERS - Memphis 105:90
Golden State - INDIANA 106:108
Die Utah Jazz (13/3) rehabilitierten sich nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ausgerechnet gegen den großen Favoriten im Westen, die San Antonio Spurs. 83:75 lautete das Endergebnis in einem von Verteidigung geprägten Spiel, das die Jazz letztlich wegen ihrer Dominanz (50:34 Rebounds) unter den Brettern für sich entschieden. 16 der Abpraller sicherte sich allein Jazz-Forward Carlos Boozer, der zudem 23 Punkte erzielte. "Ich sage es immer wieder, wir müssen die Rebounds holen, dann gewinnen wir", sagte Utahs russischer Forward Andrei Kirilenko, der drei Würfe des Gegners blockte. Die Spurs (11/5), die neben dem Spiel auch ihre Tabellenführung in der Southwest Division an Dallas verloren, hatten in Tim Duncan (21 Punkte, 10 Rebounds) ihren besten Mann.

Die Los Angeles Clippers (7/7) bleiben zumindest zu Hause weiter eine Macht. Beim 105:90-Erfolg gegen die Memphis Grizzlies feierte die Clippers ihren siebten Heimsieg im achten Spiel. Cuttino Mobley (24 Punkte) und Forward Elton Brand (20) sicherten den Erfolg gegen das schwächste Team der Liga, das weiterhin auf seinen besten Schützen Pau Gasol verzichten muss.

goe

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