NBA Dallas zeigt sich vom Schock erholt

Nach dem Debakel in Los Angeles mussten die Mavericks am nächsten Abend zu den Golden State Warriors reisen. Anfangs des Spiels war mächtig Sand im Getriebe der Texaner, doch kurz vor Schluss übernahm Dirk Nowitzki das Kommando und führte die Wende herbei.


Dirk Nowitzki (Archivfoto): 35 Punkte gegen Golden State
REUTERS

Dirk Nowitzki (Archivfoto): 35 Punkte gegen Golden State

Oakland - Die Dallas Mavericks haben ihren Schock vom Vorabend überwunden und ihre zweite Niederlage binnen 24 Stunden abwenden können. Dank eines überragenden Dirk Nowitzki gewann das derzeit beste Team der NBA am Samstag 121:116 bei den Golden State Warriors und feierte seinen 18. Sieg im 20. Saisonspiel. Dabei erzielte der frühere Würzburger 35 Punkte. 24 Stunden vorher hatten die "Mavs" das Prestigeduell bei Titelverteidiger Los Angeles Lakers nach einem katastrophalen Schlussviertel 103:105 verloren.

"Es hat eine Weile gedauert, bis wir uns mental auf das Spiel eingestellt hatten, deshalb waren wir in der ersten Halbzeit etwas energielos", musste Assistenz-Coach Del Harris zugeben, der den im dritten Viertel vom Spielfeld verbannten Don Nelson ersetzte.

Ausgleich sechs Minuten vor Schluss


Gegen die Warriors lagen die Texaner vor dem Schlussviertel mit elf Punkten zurück, schafften dann aber sechs Minuten vor Spielende nach einer furiosen Aufholjagd den Ausgleich zum 107:107. Ihren knappen Sieg verdankten die "Mavs" schließlich auch der Unerfahrenheit der Gastgeber, die insbesondere in den letzten Spielminuten deutlich wurde.

"Unser Wille zu gewinnen und die Tatsache, dass sie Dirk nicht stoppen konnten, haben den Ausschlag gegeben", lobte Steve Nash seinen Teamkollegen. Zweitbester Werfer der Mavericks nach Nowitzki, der 12 seiner 13 Freiwürfe versenkte, war Nick van Exel mit 19 Punkten. Bei den Warriors war Antawn Jamison mit 26 Zählern und 14 Rebounds erfolgreichster Spieler.

Die Mavericks hatten am Abend zuvor in Los Angeles einen 27-Punkte-Vorsprung verspielt und sich in den letzten zwölf Minuten mächtig blamiert. Auch der Mitte der Woche zum NBA-Spieler des Monats gewählte Nowitzki brach nach einer guten ersten Hälfte im zweiten Durchgang völlig ein und musste sich am Ende mit 21 Punkten zufrieden geben.



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