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14. Juni 2003, 16:37 Uhr

NBA-Finale

Spurs mit einer Hand an der Schale

Die San Antonio Spurs haben ihren zweiten NBA-Titel so gut wie sicher. Der Champion von 1999 gewann die fünfte Partie der Endspielserie bei den New Jersey Nets und dürfte mit einem Heimsieg am Sonntag den neuerlichen Triumph perfekt machen.

Mit Biss: San Antonios Tim Duncan (l.) muss sich der Attacke seines Gegenspielers Aaron Harris erwehren
AP

Mit Biss: San Antonios Tim Duncan (l.) muss sich der Attacke seines Gegenspielers Aaron Harris erwehren

East Rutherford - San Antonio gewann am Freitagabend bei den New Jersey Nets mit 93:83 (42:34) und führt in der Best-of-Seven-Serie mit 3:2. Im möglicherweise entscheidenden sechsten Spiel haben die Spurs am Sonntag Heimrecht. Auch die eventuell notwendige siebte Partie würde am Mittwoch beim texanischen Club ausgetragen werden.

"Wir haben die Mannschaft und jetzt endlich auch die Gelegenheit zum Titelgewinn. Das werden wir uns nun nicht mehr entgehen lassen", versicherte Tim Duncan. Der Spurs-Star ist einer von fünf Spielern, die vor vier Jahren den ersten NBA-Titel für San Antonio geholt hatten. Mit 29 Punkten und 17 Rebounds war Duncan auch im fünften Duell wieder der beste Werfer seines Teams.

Die Nets waren knapp fünf Minuten vor Spielende auf 76:78 herangekommen und schienen das Blatt noch wenden zu können. Doch letztlich scheiterten sie wieder an ihrer katastrophalen Wurfschwäche aus dem Feld. Lediglich 26 von 74 Versuchen waren erfolgreich.

Routinier Kerr avancierte zum Matchwinner

Bei den Spurs, die im Halbfinale die Dallas Mavericks mit dem Deutschen Dirk Nowitzki ausgeschaltet hatten, behielt in der entscheidenden Phase vor allem ein Spieler die Nerven - der 37 Jahre alte Steve Kerr. Der viermalige NBA-Champion, der nur sporadisch eingesetzt wird, kam bei der Zwei-Punkte-Führung ins Spiel und sicherte seinem Team mit fünf Zählern den Sieg. "Steve war fantastisch. Besser kann man seinen Job nicht machen", lobte Spurs-Coach Gregg Popovich den Ex-Spieler der Chicago Bulls.

Trotz der Niederlage haben die Nets den Titelgewinn noch nicht abgeschrieben. "Nichts ist unmöglich. Dass wir in San Antonio gewinnen können, haben wir schon gezeigt. Ich bin überzeugt, dass der Titel erst im siebten Spiel vergeben wird", sagte Jason Kidd, mit 29 Punkten bester Werfer des Ostmeisters. Für die These spricht, dass in der diesjährigen Finalserie noch kein Team zwei Siege nacheinander erreichen konnte.

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