NBA-Fotostrecke "Marvelous Mavs" bleiben unschlagbar

Die Dallas Mavericks sind die Mannschaft der Stunde in der NBA. Auch im elften Saisonspiel verließ das Team um Dirk Nowitzki als Sieger das Parkett. Diesmal wurde Titelverteidiger Los Angeles Lakers von den Texanern auseinander genommen.


Nowitzki nicht zu stoppen: Lakers-Spieler Robert Horry (l.) und Samaki Walker haben das Nachsehen Was soll ich noch alles machen? Kobe Bryant (l.) ist derzeit bei den Lakers auf sich alleine gestellt Wir sind die Besten! Dirk Nowitzki und Steve Nash (M.) freuen sich über den historischen Saisonstart der Mavericks
"Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass wir in dieser Saison zu den Titelfavoriten gehören": Mavs-Spieler Mark Strickland, Adam Harrington und Dirk Nowitzki (v.l.) freuen sich nach dem Sieg über die Lakers Time out: Wegen einem blutigen Kratzer am Arm von Nowitzki musste die Partie kurzzeitig unterbrochen werden Überragend: Der früher als "human stick" verspottete Mavericks-Center Shawn Bradley (hier im Zweikampf mit Rick Fox) ist derzeit in der Form seines Lebens

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Dallas - Mit 98:72 fuhren die Dallas Mavericks am Dienstagabend einen selten leichten Sieg über die Los Angeles Lakers ein. Der Titelverteidiger aus Kalifornien spielte erneut ohne seinen Center Shaquille O'Neal, der nach einer Operation am großen Zeh immer noch nicht fit ist. Bester Mavericks-Werfer war Steve Nash mit 21 Punkten. Nowitzki verbuchte 18 Zähler und 17 Rebounds, und auch Shawn Bradley hatte mit 16 Punkten und zwölf Rebounds einen hervorragenden Abend. Bei den Lakers traf Kobe Bryant mit 16 Punkten am häufigsten.

Für Dallas bedeutet der elfte Sieg in Folge eine Einstellung des Vereinsrekords. Zuletzt waren die Mavericks im Februar/März 1988 so erfolgreich, aber noch nie zu Beginn einer Saison. Das beste Startergebnis der Mavs lag bisher bei vier Siegen und keiner Niederlage.

Eindimensional und durchschaubar


Dass die Lakers ohne O'Neal inzwischen ein eindimensionales und durchschaubares Team sind, wurde vor 20.096 begeisternden Zuschauern von Dallas eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nur einmal, kurz vor Ende des ersten Viertels, führte Los Angeles. Doch bereits im zweiten Abschnitt, als die Mavericks einen 14:2-Zwischenspurt einlegten, war die Partie entschieden. Es war erst der fünfte Sieg der Texaner in den letzten 45 Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.

"Wir haben unsere Aufgabe erledigt und mit dem Sieg ein Zeichen gesetzt, dass wir in dieser Saison zu den Titelfavoriten gehören", resümierte Nowitzki zufrieden. Auch sein Teamkollege Michael Finley, der 18 Punkte und 15 Rebounds verbuchte, freute sich über den sensationelle Start der "Marvelous Mavs", wie das Team inzwischen in den amerikanischen Medien genannt wird. "Elf Siege hintereinander zu schaffen, ist gar nicht so leicht", so Finley. "Wenn man darüber nachdenkt, sind das schon einmal eine Menge Siege. Wir werden diese Bilanz weiter ausbauen."

O'Neal-Comeback für Freitag angekündigt


Dallas ist mit elf Siegen und keiner Niederlage zum Saisonstart nur noch vier Siege von der NBA-Bestmarke (15-0) von Houston (1994) und Washington (1949) entfernt. Houston, Seattle (beide zu Hause), Detroit und Indiana heißen die nächsten vier Gegner der Mavericks. Für die bedauernswerten Lakers (3-8) deutet sich ein Silberstreif am Horizont an: Zum Spiel gegen die Chicago Bulls am kommenden Freitag hat Shaquille O'Neal sein Comeback angekündigt.

"Er fehlt uns an allen Ecken und Enden", klagte Kobe Bryant, der nach dem Desaster von Dallas allerdings auch mit seinen Mannschaftskameraden hart ins Gericht ging. "Wenn ich mich in der Umkleidekabine umschaue, sehe ich bei niemandem das Feuer in den Augen. Uns fehlt die Intensität."

Die mit 30,8 Prozent schlechteste Wurfquote der Klubgeschichte ging auch an Lakers-Coach Phil Jackson nicht spurlos vorüber. "Einige spielen nicht hart genug", klagte der Meistermacher. Jackson weht in den amerikanischen Medien erstmals der Wind hart ins Gesicht.



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