NBA Nowitzki strotzt vor Selbstvertrauen

Die Dallas Mavericks sind überzeugend in die neue NBA-Saison gestartet. Gegen Memphis gelang den Texanern der dritte Sieg im dritten Spiel. Herausragend bei den Mavericks war dabei Nationalspieler Dirk Nowitzki, der in Abwehr und Offensive glänzen konnte.


Dirk Nowitzki: "Werden nur schwer zu schlagen sein"
DPA

Dirk Nowitzki: "Werden nur schwer zu schlagen sein"

Dallas - Mit 22 Punkten und 13 Rebounds stellte Nowitzki beim 112:88 über die Memphis Grizzlies erneut seine Extraklasse unter Beweis und verkündete voller Selbstbewusstsein: "Wir sind wesentlich stabiler als in der letzten Saison und werden nur schwer zu schlagen sein."

Beim 300. Sieg von Coach Don Nelson mit den Mavs war Center Erick Dampier, vor der Saison von den Golden State Warriors nach Dallas gewechselt, einer der Matchwinner. Das 2,10 Meter große Kraftpaket pflückte 18 Rebounds - wie Nowitzki 12 in der Defensive - und erzielte 13 Punkte. "Er ist der beste Center, den wir in meiner Zeit in Dallas hatten", schwärmte Nowitzki über seinen neuen Teamkollegen.

Nowitzki bewies vor allem im zweiten Viertel seine Qualitäten, als er vier Minuten und 14 Sekunden vor der Halbzeit nach einem harten Foul den Ball noch akrobatisch im Korb versenkte und auch den fälligen Freiwurf sicher verwandelte. "Es war ein Glückswurf, der aber wie eine Initialzündung wirkte", freute sich der Würzburger, der wenige Augenblicke später mit einem spektakulären Dreier den Ausgleich zum 50:50 erzielte. Anschließend gingen die Mavericks nach einem energischen 12:2-Zwischenspurt in Führung und gaben diese bis zum Spielende nicht mehr ab.

Besonders in der Defensive zeigen sich die Mavericks im Vergleich zur letzten Saison wesentlich verbessert. 53:36 Rebounds waren der Schlüssel zum Sieg, zudem ließen Nowitzki und Co. den bisherigen drei Gegnern im Schnitt nur eine Trefferquote 42 Prozent zu. "Und wir sind noch nicht ausgereizt, wir werden noch stärker", so Coach Nelson mit dem Blick auf das Spiel am Montag gegen die Golden State Warriors.

Für Memphis, das in der letzten Saison erstmals in der Vereinsgeschichte die Playoffs erreichte, war es die dritte Niederlage in Folge. Ihren besten Saisonstart seit 1995 feiern hingegen die ungeschlagenen Miami Heat nach dem 118:106 bei den Washington Wizards. Dwayne Wade war mit 37 Punkten bester Werfer des Teams aus Florida. Für Shaquille O'Neal standen am Ende lediglich 13 Punkte in der Statistik. "Ich habe noch Probleme mit der Achillessehne", erklärte der ehemalige Top-Scorer der Los Angeles Lakers, "zum Glück haben wir andere Spieler im Team, die gut treffen und ein Spiel entscheiden können."

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.