NBA-Playoffs Bulls drängen in die Meisterrunde

Im Kampf um einen Playoff-Platz sind die Chicago Bulls nach einem überraschenden Sieg gegen einen Divisionsmeister an Allen Iversons 76ers vorbeigezogen. San Antonio gab sich keine Blöße, ein Spieler der Miami Heat stellte eine persönliche Bestleistung ein.


Hamburg - Nicht einmal 43 Punkte von Allstar Vince Carter reichten den New Jersey Nets in Chicago zum Sieg. Matchwinner beim 104:101-Sieg der Bulls gegen der Meister der Atlantic Division war Ben Gordon, der 21 seiner 36 Punkte im vierten Spielabschnitt erzielte. "Ich war dazu bestimmt, im letzten Viertel das Spiel zu übernehmen", sagte Gordon, "zuvor habe ich einige Würfe nicht getroffen, aber ich habe einfach versucht, zurückzukommen und weiter zum Korb zu ziehen."

Bulls-Guard Gordon: "Ich war dazu bestimmt"
AP

Bulls-Guard Gordon: "Ich war dazu bestimmt"

"Es war eine unserer besten Leistungen in dieser Saison", freute sich Bulls-Coach Scott Skiles, "die Jungs sind genau zum richtigen Augenblick in Form." Durch den Erfolg erkämpfte sich Chicago (36 Siege/41 Niederlagen) den achten Playoff-Platz im Osten zurück und verdrängte die Philadelphia 76ers (36/41) aufgrund des besseren direkten Vergleiches (2:1).  

Ohne Dwyane Wade, der wegen einer Grippe pausieren musste, war es an Shaquille O'Neal, die Miami Heat zum Sieg über die Toronto Raptors zu führen. Mit dem zweiten Triple-Double seiner NBA-Karriere - das bislang einzige gelang dem "Diesel" im November 1993 für Orlando -, war der Center beim 106:97-Sieg gegen die Raptors der entscheidende Spieler. O'Neal, der sonst selten als Vorbereiter glänzt, gelangen neben 15 Punkten und elf Rebounds auch zehn Assists. Bester Schütze für die Heat (51/27), die als Meister der Southeast Divison feststehen, war Antoine Walker mit 32 Punkten.

Playoff-Teams im Osten

Rang Team Bilanz (S/N)
1 Detroit* 64/18
2 Miami* 52/30
3 New Jersey* 49/33
4 Cleveland 50/32
5 Washington 42/40
6 Indiana 41/41
7 Chicago 41/41
8 Milwaukee 40/42

Ein Stern = Division-Meister

Im Westen hat San Antonio durch einen 104:95-Sieg gegen die Seattle Supersonics ihren Spitzenplatz in der Western Conference behauptet. Spurs-Spielmacher Tony Parker gelangen 27 Punkte und neun Rebounds. Der Meister rangiert mit 60 Siegen und 18 Niederlagen weiter knapp vor Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks (59/19). Beste Werfer für die Supersonics waren Rashard Lewis und Luke Ridnour mit jeweils 15 Punkten.  

Auch die Phoenix Suns (51/26), Sieger der Pacific Divison und Zweiter in der Playoff-Wertung des Westens, hielten sich beim 123:110 gegen die Sacramento Kings schadlos. Dabei lag das Team um Regisseur Steve Nash, dem insgesamt 13 Assists gelangen, zur Halbzeit noch 17 Punkte zurück. "Wir sind in die Kabine gekommen und haben ein paar Worte gesagt. Dann sind wir zurück und haben auf dem Feld alles rausgelassen", sagte Shawn Marion, der 23 Punkte zum Erfolg der Suns beisteuerte, "das war ein großer Sieg."

Bester Werfer für Phoenix war Raja Bell mit 25 Punkten, für Sacramento waren Ron Artest, Mike Bibby und Brad Miller mit jeweils 23 Punkten am erfolgreichsten. Die Kings (41/38), derzeit auf dem achten Platz im Westen, müssen noch um die Playoff-Teilnahme kämpfen.

Das gilt auch für die Los Angeles Lakers, die durch den 110:100-Sieg gegen die Golden State Warriors der Endrunde aber einen großen Schritt näher gekommen sind. Derzeit rangieren die Lakers mit 42 Siegen und 37 Niederlagen auf Platz sieben im Westen. NBA-Topscorer Kobe Bryant erzielte 31 Punkte, Lamar Odom gelang das erste Triple Double (15 Punkte/13 Rebounds/10 Assists) für die Lakers. Bester Schütze für Golden State (30/47), das neun der vergangenen zehn Partien verlor, war Jason Richardson (20 Punkte). 

Hendrik Ternieden

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