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18. Mai 2006, 10:02 Uhr

NBA-Playoffs

Mavericks vergeben Matchball

Entscheidung vertagt. Die San Antonio Spurs haben ihren Rückstand auf Dallas verkürzt und zwingen das Team von Dirk Nowitzki in ein sechstes Spiel. Im zweiten Conference-Halbfinale steht Vizemeister Detroit gegen Cleveland vor dem Aus.

Hamburg - 31 Punkte und zehn Rebounds von Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks reichten nicht, um vorzeitig ins Conference-Finale im Westen einzuziehen. Denkbar knapp unterlagen sie 97:98 beim Meister aus San Antonio. Nach wie vor fehlt den Mavs  in der Best-of-seven-Serie ein Sieg zum Weiterkommen.

NBA-Profi Duncan: Matchwinner für die Spurs
REUTERS

NBA-Profi Duncan: Matchwinner für die Spurs

Sechs Sekunden vor Ende der Partie hatte der überragende Nowitzki vor 18.800 Zuschauern die Chance, die entscheidenden Punkte zu erzielen. Sein Sprungwurf wurde allerdings von Bruse Bowen geblockt. "Es geht um sehr viel, und manchmal macht man unter Druck eben Fehler", sagte der 27-Jährige. "Ich hab ihn nicht gesehen, er hat einfach großartig verteidigt", lobte Nowitzki den Spezialisten in der Spurs-Defense.

"Ich habe vorher gesagt, eine 3:1-Führung ist kein Ruhekissen. jetzt müssen wir eben zu Hause unseren Killerinstinkt beweisen und das sechste Spiel gewinnen", so Nowitzki. Das nächste Aufeinandertreffen findet am Freitag in Dallas statt.

Mavericks-Trainer Avery Johnson hatte zwei Teams gesehen, die sich "geweigert haben, zu verlieren". Davor müsse man den Hut ziehen, so der Coach, der sich ansonsten in Zurückhaltung übte: "Der vierte Sieg ist immer der schwerste, das ist bekannt. Noch dazu gegen einen stolzen Meister, der den Titel nicht ohne Kampf abgeben wird."

Das bestätigte auch San Antonios Tim Duncan. "Wir sind noch nicht urlaubsreif. Dallas war immer dran, aber die Mavericks haben uns ein Chance gegeben und die werden wir nutzen", sagte der 30-Jährige. Bei den Gastgebern stach der Center mit 36 Punkte und zwölf Rebounds hervor. Sein Teamkollege Tony Parker kam an seinem 24. Geburtstag auf 27 Zähler.

In der Eastern-Conference sind die Cleveland Cavaliers dank ihres 86:84-Auswärtserfolges gegen die Detroit Pistons 3:2 in der Serie in Führung gegangen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt des Halbfinales im Osten war dies der dritte Sieg in Folge für das Team um Allstar LeBron James. Der 21-Jährige steuerte 32 Punkte bei und gab den entscheidenden Assist zum Siegwurf. 27 Sekunden vor Ende der Partie bedienter er Drew Gooden, der mit einem Korbleger das Spiel entschied.

"Detroit ist nicht der große böse Wolf, und wir sind nicht die drei kleinen Schweine. Wir sind erwachsene Menschen und wissen, dass wir sie schlagen können", beurteilte James die Chancen auf ein Weiterkommen gegen den Vizemeister.

Bei den Pistons war Tayshaun Prince mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer, Chauncey Billups erzielte 17 Punkte, ehe er in letzten Viertel aufgrund zu vieler Fouls das Feld verlassen musste. In Spiel sechs am Freitag muss Detroit erstmals in Cleveland gewinnen, um sich die Chance aufs Conference-Finale offenzuhalten.

guv/dpa/AP

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