NBA-Playoffs Meister San Antonio kann wieder hoffen

Aufatmen in San Antonio: Die Spurs konnten in der Playoffserie gegen New Orleans verkürzen. Den Hornets half auch eine Gala-Vorstellung ihres Spielmachers Chris Paul nichts. Der Vorrundenerste Boston gewann seine zweite Partie gegen Cleveland.


Hamburg – Die Celtics liegen nach dem 89:73 vor eigenem Publikum in der Best-of-seven-Serie der Eastern Conference 2:0 in Führung. Cleveland hat in den Partien drei und vier am Samstag und Montag Heimrecht. Ein eventuell nötiges fünftes Spiel würde am Mittwoch in Boston ausgetragen.

Spurs-Forward Ginobili: Diesmal auch als Starter treffsicher
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Spurs-Forward Ginobili: Diesmal auch als Starter treffsicher

Die Celtics, mit 66:16 Siegen bestes Team der Regular Season, steigerten sich nach einem schwachen Start (9:21 nach 9:00 Minuten) deutlich. Nachdem sie im zweiten Viertel die Führung übernommen hatten (28:27 nach 16:19 Minuten), bauten sie diese kontinuierlich aus. Bester Werfer für Boston war Forward Paul Pierce mit 19 Punkten.

Dahinter folgten Guard Ray Allen (16 Punkte) und Forward Kevin Garnett (13). "Zuhause sind wir eine Macht und kaum zu schlagen", sagte Pierce. In der ersten Runde gegen Atlanta (4:3) hatte Rekordmeister Boston (16 Titel, der letzte 1986) alle Siege daheim geholt.

Verbessert zeigte sich LeBron James. Der Cavaliers-Forward, der in der ersten Partie (72:76) nur zwölf Punkte erzielen konnte, kam dieses Mal auf 21. Die Wurfquote aus dem Feld war mit 6:24 für James' sonstige Auftritte dennoch vergleichsweise schwach. Zum Auftakt der Serie hatte der 23-Jährige sogar nur zwei seiner 18 Würfe getroffen.

Sehr zielsicher zeigten sich in der Heimpartie gegen New Orleans Spurs-Guard Tony Parker und Forward Manu Ginobili. Beide kamen auf jeweils 31 Punkte und trugen entscheidend dazu bei, dass der Meister mit dem 110:99 auf 1:2 in der Best-of-seven-Serie der Western Conference verkürzen konnte.

Am Sonntag hat San Antonio wieder Heimrecht, die fünfte Partie wird am Dienstag in New Orleans ausgetragen. Bei den Hornets ragte Spielmacher Chris Paul mit 35 Punkten heraus. Forward David West kam auf 23 Punkte und 12 Rebounds. Spurs-Flügelspieler Tim Duncan erzielte 16 Punkte und holte 13 Rebounds.

Die Hornets, die in der ersten Runde den Nowitzki-Club Dallas Mavericks 4:1 bezwungen hatten, lagen 5:57 Minuten vor dem Ende noch aussichtsreich im Rennen (88:90), verloren dann aber den Anschluss. San Antonio erzielte elf Punkte in Folge und ließ sich die Führung nicht mehr abjagen.

"Wir sind froh über den Sieg, das zählt", sagte Parker. Auch dem Franzosen war bewusst, dass ein 0:3 vermutlich das Aus bedeutet hatte. Noch keinem Team der NBA ist es bislang gelungen, nach einem solchen Rückstand eine Playoffserie noch zu gewinnen. Das ominöse 0:3 droht auch den Utah Jazz, die am Freitagabend gegen West-Meister Los Angeles Lakers antreten.

ach/AP/Reuters



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