NBA-Playoffs Nowitzki kann Ferien machen

Die Dallas Mavericks haben es nicht geschafft. Mit einer Heimniederlage gegen Phoenix verabschiedete sich das Nowitzki-Team aus dem Meisterschaftsrennen. Entscheidend zum Erfolg der Suns trug wiederum ein Akteur bei, der vergangene Saison noch für die "Mavs" spielte.


Dallas-Star Nowitzki: "Ich bin frustriert"
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Dallas-Star Nowitzki: "Ich bin frustriert"

Dallas - "Eigentlich wollte ich meine Karriere in Dallas beenden. Doch jetzt habe ich plötzlich den meisten Spaß in meinem Leben", sagte Phoenix-Spielmacher Steve Nash nach dem in der Verlängerung errungenen 130:126-Sieg bei den Mavericks. Durch diesen Erfolg entschieden die Suns die Best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich und treffen im Finale der Western Conference nun auf die San Antonio Spurs. Das erste Spiel ist am Sonntag in Phoenix, da die Suns bestes Vorrundenteam waren, San Antonio hatte in der Regular Season Platz zwei belegt. Im Osten stehen sich Titelverteidiger Detroit Pistons und Miami Heat gegenüber.

Nash, der vor der Saison von Dallas nach Phoenix gewechselt war, sicherte seinem Team mit 39 Punkten die erste Halbfinalteilnahme seit zwölf Jahren. 5,7 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hatte der Kanadier mit einem Dreier den Ausgleich zum 111:111 erzielt. Bei den Mavericks herrschte hingegen Frust. "Ich dachte, wir hatten in diesem Jahr ein Team zusammen, das endlich den Titel nach Dallas holt. Leider haben wir zu viele dumme Fehler gemacht, die in den Playoffs nicht passieren dürfen", klagte Dirk Nowitzki.

Suns-Regisseur Nash: "Den meisten Spaß in meinem Leben"
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Der Deutsche, der aus Enttäuschung erst gar nicht zur Pressekonferenz nach dem Spiel gehen wollte, dann doch aber mit einiger Verspätung erschien, nahm sich bei der Kritik nicht aus. "Ich weiß selbst, dass ich nicht meine besten Playoffs gespielt habe. Daran werde ich den ganzen Sommer zu knabbern haben", sagte Nowitzki, dessen Club zum fünften Mal nacheinander den Einzug in ein NBA-Finale verpasste. Der 25-Jährige hatte vor 20.915 Zuschauern in der American Airlines Center 16 seiner 25 Wurfversuche aus dem Feld vergeben, davon drei in der Verlängerung.

Mit 28 Punkten war Nowitzki dennoch zweitbester Mavericks-Werfer hinter Point Guard Jason Terry (36). Dallas versäumte es, einen Vorsprung von 16 Punkten über die Zeit zu retten. Mavericks-Coach Avery Johnson lobte sein Team dennoch in höchsten Tönen: "Ich liebe euch und bin stolz auf euch. Wir sind eine junge Truppe, die im nächsten Jahr noch stärker sein wird." Nowitzki konnte das nicht trösten. "Ich bin frustriert und enttäuscht. Jetzt heißt es: abschalten und vergessen", sagte er.



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