NBA-Playoffs Nowitzki und Co. drehen die Serie

Sie standen nach zwei Heimniederlagen zum Auftakt der ersten Playoffrunde schon vor dem Aus. Aber die Dallas Mavericks gaben dennoch nicht auf. Jetzt fehlt dem Nowitzki-Team nur noch ein Sieg, um die Houston Rockets auszuschalten.


Topscorer Nowitzki (r.): Weiterkommen in greifbarer Nähe
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Topscorer Nowitzki (r.): Weiterkommen in greifbarer Nähe

Hamburg - Die "Mavs" gewannen das fünfte Playoff-Spiel gegen die Houston Rockets mit 103:100 (52:44) und gingen mit dem dritten Sieg nacheinander in der Best-of-seven-Serie erstmals in Führung. Es war zugleich der erste Heimsieg im innertexanischen Duell, zuvor hatten die Teams je zwei Auswärtssiege geschafft.

Sollten Dirk Nowitzki und Co. nun im sechsten Spiel am Freitag in Houston (live ab 3.30 Uhr MESZ auf Premiere) den Einzug ins Halbfinale der Western Conference schaffen, befänden sie sich in erlauchter Gesellschaft. Nur die Los Angeles Lakers (1969) und die Rockets (1994) holten in der NBA-Geschichte nach zwei Heimniederlagen einen 0:2-Rückstand wieder auf.

Auch das fünfte Duell zwischen Dallas und Houston war eine spannende Partie. Die Gastgeber führten über weite Strecken der zweiten Halbzeit, doch Houston kämpfte sich dank Yao Ming (30 Punkte) und Tracy McGrady (25) immer wieder heran. Erst als Nowitzki, mit 23 Punkten erneut solide, aber unspektakulär, 20 Sekunden vor Schluss ein Dunk zum 101:96 gelang, konnten die 20.894 Zuschauer in der ausverkauften American Airlines Arena durchatmen.

"Noch ist nichts gewonnen. Alle Spiele waren knapp. Wir dürfen nicht einen Bruchteil nachlassen, wenn wir Runde zwei erreichen wollen", warnte Mavericks-Coach Avery Johnson. Tatsächlich profitierte Dallas von etlichen Fehlern der Gäste. Zunächst vergab Ming im Schlussviertel fünf von acht Freiwürfen, mit der Schlusssirene setzte McGrady den Wurf zum möglichen Unentschieden auf den Korbrand.

Rekordstrafe für Rockets-Coach

"Jetzt muss sich zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind. Alle müssen mehr als 100 Prozent geben", sagte McGrady mit Hinblick für das sechste Spiel. Zumindest brauchen die Rockets dann nicht auf ihren Coach Jeff van Gundy verzichten. Der vor der Saison nach Texas gewechselte Trainer wurde am Montag mit der Rekordstrafe von 100.000 Dollar belegt, nachdem er den Schiedsrichtern Benachteiligung seines Starcenters Ming vorgeworfen hatte.

Für den in Dallas weilenden NBA-Commssioner David Stern ist die Angelegenheit damit jedoch nicht erledigt. Er kündigte eine weitere Untersuchung an, die eine Sperre von van Gundy nach sich ziehen könnte. Stern wollte am Montag selbst ein Berufsverbot nicht ausschließen.

San Antonio so gut wie durch

Auch die Serie zwischen den Washington Wizards und den Chicago Bulls steht auf des Messers Schneide. Die Wizards gewannen am Montag das vierte Spiel 106:99 (61:37) und glichen zum 2:2 aus. Überragender Spieler beim Sieger war Juan Dixon, der mit 35 Punkten eine Karriere-Bestleistung aufstellte.

Die San Antonio Spurs können dagegen nach dem 126:115 nach Verlängerung bei den Denver Nuggets fast schon für die nächste Runde planen. Sie führen nun 3:1. Dabei überragte Tim Duncan mit 39 Punkten und 14 Rebounds.



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