NBA-Playoffs Pistons und Rockets lassen nichts anbrennen

Detroit und Houston werden ihrer Favoritenrolle in der ersten Playoff-Runde der NBA weiter gerecht. Beide Teams bauten mit sicheren Heimsiegen ihre Führung aus. Der beste Ersatzspieler der Saison kommt aus Phoenix.


Hamburg – Houston und Detroit gewannen jeweils 98:90 vor eigenem Publikum. Die Rockets bezwangen Utah, Orlando musste sich bei den Pistons geschlagen geben. Die unterlegenen Clubs, die nun in der Best-of-seven-Serie 0:2 zurückliegen, haben in den beiden nächsten Partien am Donnerstag und Samstag jeweils Heimrecht.

Rockets-Center Yao: Utah entzaubert
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Rockets-Center Yao: Utah entzaubert

Den an vier gesetzten Utah Jazz half es auch nicht, dass Carlos Boozer eine persönliche Karrierebestleistung aufstellte. Der 25 Jahre alte Forward erzielte 41 Punkte. Bei Houston, dem auf Platz fünf gesetzten Meister von 1994 und 1995, glänzten einmal mehr die Topstars Tracy McGrady und Yao Ming. McGrady kam auf 31 Punkte, vier weniger schaffte Yao.

Houstons Trefferquote bei Versuchen aus dem Feld war mit 36 Prozent zwar nur mäßig, dafür gab es an der Linie kaum Aussetzer. 34 der 38 Freiwürfe landeten im Korb. Die Rockets schieden in den Playoffs bislang nur einmal aus, wenn sie 2:0 führten.

Utah kam insgesamt nur auf 17 Freiwürfe, von denen 13 verwandelt wurden. "Bei so einer Ungleichverteilung ist es schwer zu gewinnen", klagte Jazz-Coach Jerry Sloan, dessen Team nach dem ersten Viertel mit neun Punkten vorne gelegen hatte.

Auch das an acht gesetzte Orlando führte bei Ost-Primus Detroit zu Beginn der Partie. Am Ende setzte sich jedoch der dreimalige NBA-Champion (1989, 1990 und 2004) durch. Richard Hamilton war erfolgreichster Werfer der Pistons, bei den Gästen aus Florida traf der Türke Hidayet Turkoglu am besten. Beide Spieler kamen auf jeweils 22 Punkte. Knapp dahinter folgten Chauncey Billups (Detroit) und Grant Hill (Orlando) mit 21 Punkten.

Die Dallas Mavericks, die das erste Spiel gegen Golden State 85:97 zuhause verloren haben, spielen erst am Mittwoch wieder. Heute stehen folgende Playoff-Partien auf dem Programm: Phoenix Suns gegen Los Angeles Lakers (Stand: 1:0), Toronto Raptors gegen New Jersey Nets (0:1) und Chicago Bulls gegen Meister Miami Heat (1:0).

Leandro Barbosa von den Phoenix Suns ist zum besten sechsten Mann der NBA-Teams gewählt worden. Der Brasilianer sicherte sich die Auszeichnung für den wertvollsten Einwechselspieler, die 1991 und 1992 der deutsche Profi Detlef Schrempf gewonnen hatte, zum ersten Mal und ist Nachfolger von Mike Miller (Memphis Grizzlies). Der "NBA Sixth Man Award" wird seit 1983 vergeben.

Für Aufregung sorgte am Montag Kirk Hinrich. Der Guard der Chicago Bulls wurde von der NBA zu einer Strafe in Höhe von 25.000 Dollar verurteilt, weil er am Samstag im Playoff-Spiel gegen Miami Heat (96:91) seinen Mundschutz herausgenommen und frustriert in die Zuschauerränge geschleudert hatte.

ach/Reuters/AP/dpa



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SEBLan, 16.04.2007
1.
dallas ist meiner meinung nach favorit. aber sie haben es trotzdem schwer. schließlich wird in den playoffs viel mehr darauf gearbeitet dem gegner das zu nehmen wo er besser ist als mit dem eigenen stil ihn an die wand zu spielen. deswegen haben es die run & gun teams in den playoffs schwerer als defensiv starke teams. das ist auch der grund warum ich behaupte das phoenix nicht meister werden wird. da haben die spurs auch grosse chancen, da sie devensiv stark sind aber viele gute scorer im team haben. dazu stimmt dort einfach die teamchemie was ein grosser vorteil ist. einziger nachteil sie haben kein heimrecht gegen phoenix und/oder dallas. im osten ist mein favorit detroit. sie haben eine gute team D. dazu haben sie 5 akteure die offensive aufdrehen können aber auch zufrieden sind wenn mal ein anderer das team trägt. ansonsten sehe ich im osten nur noch bei miami reele chancen meister zu werden. es heisst schließlich nicht umsonst unterschätze nie das herz eines champions. chicago hat leider offensiv bei den big men zu wenig potential. und wenn larry hughes und ilgauskas nicht aufdrehen fehlt lebron james die nötige unterstützung um champion zu werden.
Thierry1987 21.04.2007
2.
Ich denke Miami wird es wieder machen, das beste Team in der Season war zwar Dallas, aber wenn es hart auf hart kommt verlieren die Mavs die Nerven
adrian01, 24.04.2007
3.
Miami kann sich schon einmal auf ein Erstrunden-Aus gegen die Bulls einstellen. Dem Team hat keine wirklich tiefe Bank (es können einige zwar mal ein Spiel entscheiden, konstante Bankproduktion gibt es aber nicht)und weder Shaq noch Wade scheinen nach ihren Verletzungsproblemen dieses Jahr in der Lage zu sein, die Form der vergangenen Playoffs abzurufen. Wenn dieses Jahr der Champ nicht aus dem Westen kommt, dann weiß ich auch nicht. Detroit ist zwar nicht schlecht, aber die Pistons spielen mit einer Sechs-Mann-Rotation. Von den Bankspielern bekommt nur McDyess substantielle Minuten. Dallas, San Antonio und Phoenix werden den Titel unter sich ausmachen. Wobei ich keinen mehr als Topfavoriten sehe. Alle drei Teams haben ihre kleinen Probleme, die sie lösen müssen, wenn sie den Titelrun starten wollen. Die Suns haben einen genialen Playmaker der keine Defense spielt und sie treffen (höchstwahrscheinlich) in der nächsten Runde auf die Spurs, die ihnen bis jetzt (fast) jedesmal, wenn es darauf ankam, den Schneid abgekauft haben. Die Spurs widerum haben die Tendenz teilweise nicht mit dem allerallerallerletzten Einsatz zu Werke zu gehen. So erklärt sich für mich die erste Niederlage gegen die Nuggs. Das ein Team wie die Colorados die drei Spurs-Stars derartig aus dem Spiel nimmt, ist schon verwunderlich. Und die Mavs kauen wie es scheint immer noch an der Final-Niederlage und sie kommen mit dem Smallball der Warriors nicht klar.
Mahler 24.04.2007
4. Houston Rockets
Mein Favorit heißt mittlerweile Houston, das immer nur durch arge Verletzungen (die besonders die Spitzenspieler treffen) zurückgeworfen wird. Dieses Problem besteht aktuell zum Glück nicht. Ansonsten gilt: Coaching? Top. Mannschaftsspiel? Top. Verteidigung? Top. Verhältnis zwischen Stars und Rollenspielern? Top. Rechnet man dann noch hinzu, dass die Rockets das wohl beste Duo der NBA in ihren Reihen haben (Yao Ming und Tracy McGrady: 50 Punkte, 16 Rebounds und acht Assists pro Spiel), präsentiert sich ein Team, das inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp sein sollte.
spiff.der.raumfahrer 26.04.2007
5.
Zitat von adrian01Miami kann sich schon einmal auf ein Erstrunden-Aus gegen die Bulls einstellen. Dem Team hat keine wirklich tiefe Bank (es können einige zwar mal ein Spiel entscheiden, konstante Bankproduktion gibt es aber nicht)und weder Shaq noch Wade scheinen nach ihren Verletzungsproblemen dieses Jahr in der Lage zu sein, die Form der vergangenen Playoffs abzurufen. Wenn dieses Jahr der Champ nicht aus dem Westen kommt, dann weiß ich auch nicht. Detroit ist zwar nicht schlecht, aber die Pistons spielen mit einer Sechs-Mann-Rotation. Von den Bankspielern bekommt nur McDyess substantielle Minuten. Dallas, San Antonio und Phoenix werden den Titel unter sich ausmachen. Wobei ich keinen mehr als Topfavoriten sehe. Alle drei Teams haben ihre kleinen Probleme, die sie lösen müssen, wenn sie den Titelrun starten wollen. Die Suns haben einen genialen Playmaker der keine Defense spielt und sie treffen (höchstwahrscheinlich) in der nächsten Runde auf die Spurs, die ihnen bis jetzt (fast) jedesmal, wenn es darauf ankam, den Schneid abgekauft haben. Die Spurs widerum haben die Tendenz teilweise nicht mit dem allerallerallerletzten Einsatz zu Werke zu gehen. So erklärt sich für mich die erste Niederlage gegen die Nuggs. Das ein Team wie die Colorados die drei Spurs-Stars derartig aus dem Spiel nimmt, ist schon verwunderlich. Und die Mavs kauen wie es scheint immer noch an der Final-Niederlage und sie kommen mit dem Smallball der Warriors nicht klar.
Das wäre sensationell - glaub ich aber erst wenn es soweit ist. Mein Tip fürs Finale: Miami vs. Dallas
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