NBA-Rekordserie Kalifornischer Angstgegner stoppt Dallas

Eigentlich hätte Dallas wissen müssen, dass in Oakland nichts zu holen ist. Wie auch in den drei Spielen zuvor verloren die Mavericks gegen die Golden State Warriors. Damit endete nach 17 gewonnenen Partien die Rekordserie der Texaner.


Hamburg – Dallas verlor in Oakland 100:117. Für die Golden State Warriors war es bereits der vierte Sieg nacheinander gegen die Mavericks. Vor 18.400 Zuschauern in der Oracle Arena enttäuschte Dirk Nowitzki mit nur 13 Punkten für Dallas. Nur drei seiner elf Wurfversuche aus dem Feld waren erfolgreich. Zudem leistete sich der sonst so zuverlässige Forward gleich sieben Ballverluste. Damit nicht genug: Nowitzki kassierte noch ein technisches Foul, als er auf der Bank saß - wegen Reklamierens.

Maverick Nowitzki: "Zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden"
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Maverick Nowitzki: "Zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden"

"Sie legten los und wir waren auf die Attacke nicht vorbrereitet", gestand Nowitzki, "zu keinem Zeitpunkt haben wir ins Spiel gefunden. Wenn wir in der Playoffs etwas reißen wollen, müssen wir aus der Niederlage etwas lernen." Coach Avery Johnson ist davon überzeugt, dass es sich um einen Ausrutscher handelt: "Meine Jungs sind professionell, so etwas wie heute Abend passiert ihnen nicht oft."

Dallas hatte zuletzt am 25. Januar in der NBA eine Partie verloren (85:96 bei den Chicago Bulls). Danach gewann das Team 17 Spiele nacheinander. Es war die bislang siebtlängste Siegesserie in der Geschichte der NBA. Beste Werfer der Mavericks in Oakland waren mit jeweils 16 Punkten Devin Harris und Jason Terry. Bei Golden State erzielte Mickael Pietrus die meisten Punkte (20).

Sein Team (30 Siege/36 Niederlagen) könnte sich diese Saison erstmals seit 13 Jahren wieder für die Meisterrunde qualifizieren. In der Western Conference ist der letzte Playoffplatz hart umkämpft. Derzeit sind die Los Angeles Clippers (29/33) Achter. Doch selbst Clubs wie Portland (26/36), Minnesota (27/35), New Orleans (28/35) oder Sacramento (28/34) sind noch nicht aus dem Rennen.

Die Mavericks lagen in Oakland nach drei Vierteln bereits mit 29 Punkten zurück. Die Gäste konnten nur den Schlussabschnitt für sich entscheiden (31:19). Das erste Viertel endete 33:33, dann drehte Golden State auf und gewann die beiden folgenden Durchgänge gegen das derzeit erfolgreichste NBA-Team (52 Siege/10 Niederlagen) deutlich (31:18 und 34:18).

NBA-Resultate

Golden State - Dallas 117:100
Phoenix - Houston 103:82
Milwaukee - Toronto 93:108
Memphis - New Jersey 102:113
Charlotte - Orlando 119:108
Dallas-Coach Johnson schonte angesichts der sich abzeichnenden Niederlage die meisten seiner Stammkräfte im weiteren Spielverlauf. Denn bereits am Mittwoch kommt es in Dallas zum Showdown zwischen den Mavericks und den Suns, mit 49 Siegen und 14 Niederlagen zweitbestes Team der NBA. Ein Erfolg im Prestigeduell wäre für Vizemeister Dallas vor allem psychologisch wichtig: Beide Teams dürften sich in den Playoffs wiedersehen.

Trotz der Pleite in Oakland haben die Mavericks, die die ersten vier Saisonspiele verloren, weiterhin sehr gute Chancen, einen neuen Clubrekord für Siege in der Regular Season aufzustellen. Die bisherige Topmarke liegt bei 60 Erfolgen (Spielzeiten 2002/2003 und 2005/2006). Es fehlen also bei 20 ausstehenden Partien noch neun Erfolge. Gewinnen die Mavericks alle ausstehenden 20 Partien, könnten sie mit einer Legende gleichziehen: Die Chicago Bulls mit Michael Jordan kamen in ihrer Meister-Saison 1995/1996 auf 72 Siege - NBA-Rekord.

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Verfolger Phoenix deklassierte Houston (39/25) im Spitzenspiel der Western Conference 103:82. Suns-Guard Leandro Barbosa glänzte mit 32 Punkten und verfehlte eine neue Karrierebestleistung nur um einen Zähler. Bei den Rockets, die zum sechsten Mal nacheinander gegen Phoenix verloren, enttäuschte Center Yao Ming mit lediglich zehn Punkten.

Viel Freude an seinem 200. Sieg in der NBA als Coach hatte Mike D'Antoni aber nicht. Der 55-Jährige wurde 5:28 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels nach zwei technischen Fouls von Schiedsrichter Ron Olesiak der Bank verwiesen.

ach/AP/dpa

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