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25. März 2005, 11:13 Uhr

NBA

Rückschläge für Bryant und Nowitzki

Für die Los Angeles Lakers dürfte die NBA-Saison bald vorbei sein. Nach der Niederlage in Denver – der siebten in Folge – haben auch die allergrößten Optimisten unter den Lakers-Fans den Glauben an eine Playoff-Teilnahme verloren. Auch für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks gab es einen Dämpfer.

Kein Durchkommen für Nowitzki: Bei den Sacramento Kings waren seine 35 Punkte nicht genug
AP

Kein Durchkommen für Nowitzki: Bei den Sacramento Kings waren seine 35 Punkte nicht genug

Denver - Trotz einer überragenden Leistung von Nowitzki (35 Punkte, 8 Rebounds, 5 Vorlagen) mussten sich die Mavericks bei den Sacramento Kings mit 101:109 geschlagen geben. Nach zuletzt vier Siegen in Folge kassierte Dallas die erste Niederlage unter dem neuen Coach Avery Johnson, der den Trainerposten erst vergangene Woche von Don Nelson übernommen hatte.

In der Punktausbeute wurde Nowitzki nur von Sacramentos Peja Stojakovic (38) übertroffen. "Peja hat heute aus jeder Position getroffen", ärgerte sich Nowitzki über die Fehler seiner Mannschaft in der Defensive, "bei Positionswechseln darf man ihn nie aus den Augen verlieren. Peja ist heiß gelaufen und hat von überall in den Korb getroffen."

Einen Tag zuvor hatte Dallas noch bei den Golden State Warriors 109:97 gewonnen. Dabei erzielte Nowitzki 29 Punkte. In der Western Conference sind die Mavericks mit 45 Siegen und 23 Niederlagen weiterhin das viertbeste Team. Sacramento (43/27) liegt knapp dahinter auf Rang fünf.

Dagegen kann Ex-NBA-Champion Los Angeles Lakers den Gedanken an einer Playoff-Teilnahme bald ablegen. Nach der klaren 96:117-Niederlage bei den Denver Nuggets sind die Lakers (32/36) im Westen auf Rang zehn abgerutscht. Die Lakers liegen vierzehn Spieltage vor Abschluss der regulären Saison bereits fünfeinhalb Spiele hinter den Nuggets (37/30), die als Achter derzeit für die Playoffs qualifiziert wären.

Seit 1994 haben die Lakers die Playoffs nicht mehr verpasst, doch inmitten der schlimmsten Niederlagenserie seit 10 Jahren (damals verloren die Kalifornier zehn Spiele in Folge) glauben auch die kühnsten Optimisten nicht mehr an ein Wunder. "Wir versuchen es, so gut es geht", sagte ein sichtlich zerknirschter Bryant, der von den Denver-Fans bei jeder Ballberührung ausgebuht wurde und sich Schmährufe wie "Kobe, wie geht es deiner Frau" anhören musste, nach der Schlusssirene. "Wir kämpfen, aber die anderen Teams schlagen uns einfach." Bryant blieb mit 18 Punkten deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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