NBA Spurs zerstören Dallas-Hoffnungen

Die Dallas Mavericks werden auch in diesem Jahr nicht vom ersten Platz im Westen in die Playoffs starten. Der Rivale des Nowitzki-Teams, San Antonio, zeigte keine Schwäche. Ein Ex-Meister rollt den Osten weiter von hinten auf.


Hamburg - Die Spurs siegten zu Hause gegen die Utah Jazz 115:82. Es war bereits der 62. Saisonerfolg für San Antonio bei 19 Niederlagen, womit die Texaner ihren Vereinsrekord einstellten. Bei noch einem ausstehenden Spiel kann der NBA-Champion von 1999, 2003 und 2005 von Dallas nicht mehr eingeholt werden. Die Mavericks weisen eine Bilanz von 60 Siegen und 21 Niederlagen auf. San Antonio sicherte sich gleichzeitig das Playoff-Heimrecht bis ins Conference-Finale.

Jazz-Profi Williams (M.), Spurs-Akteure Mohammed (l.) und Bowen: Platz an der Sonne
AP

Jazz-Profi Williams (M.), Spurs-Akteure Mohammed (l.) und Bowen: Platz an der Sonne

Gegen die Jazz überzeugten die Spurs wieder einmal mit einer geschlossenen Teamleistung, 65 Punkte kamen insgesamt von den Ersatzspielern, bester Werfer bei San Antonio war der Argentinier Manu Ginobili mit 18 Zählern, gefolgt von Allstar Tim Duncan und Aufbau Brent Barry (beide 16). "Mit dem ersten Platz im Westen sind wir da, wo wir hin wollten", erklärte Duncan, der geschont wurde und nur 22 Minuten auf dem Feld stand. "Mal sehen, was wir daraus machen, bisher hatten wir ja eine gute Saison." Bei Utah, dessen Playoff-Aus seit Sonntag feststand, kam Rookie Deron Williams auf 18 Punkte, Center Mehmet Okur überzeugte mit 17 Zählern.

Interessant bleibt das Rennen im Westen um die hinteren Plätze. Die gestern Nacht spielfreien Sacramento Kings und die Los Angeles Lakers streiten sich um Rang sieben, wobei derzeit die Lakers mit einer Bilanz von 44 Siegen und 37 Niederlagen die bessere Ausgangsposition haben. Sollte der Ex-Champion jedoch seine abschließende Partie gegen New Orleans/Oklahoma verlieren und Sacramento (43/38) gleichzeitig gegen Seattle gewinnen, würden die Kings an Los Angeles vorbeiziehen, da sie bei ausgeglichenem direkten Vergleich mit den Lakers die bessere Bilanz in der Division vorweisen. Der Siebte muss in der ersten Playoff-Runde gegen die Phoenix Suns antreten, der Achte trifft auf San Antonio.

Playoff-Teams im Westen

Rang Team Bilanz (S/N)
1 S. Antonio* 63/19
2 Phoenix* 54/28
3 Denver* 44/38
4 Dallas 60/22
5 Memphis 49/33
6 Clippers 47/35
7 Lakers 45/37
8 Sacramento 44/38

Ein Stern = Division-Meister

Spannender geht es im Osten zu, wo noch vier Teams um Rang fünf kämpfen. Diesen belegen zwar derzeit die Washington Wizards (40 Siege/40 Niederlagen), aber sowohl die Milwaukee Bucks, die Indiana Pacers und die Chicago Bulls (jeweils 40/41) haben noch Chancen auf Platz fünf. Die Bulls gewannen in der vergangenen Nacht ihr fünftes Spiel nacheinander. Beim 116:112-Sieg nach Verlängerung in Orlando war Guard Kirk Hinrich mit 26 Punkten und zehn Assists der überragende Mann. Auch Andres Nocioni (24 Zähler) und Luol Deng (22) überzeugten.

Playoff-Teams im Osten

Rang Team Bilanz (S/N)
1 Detroit* 64/18
2 Miami* 52/30
3 New Jersey* 49/33
4 Cleveland 50/32
5 Washington 42/40
6 Indiana 41/41
7 Chicago 41/41
8 Milwaukee 40/42

Ein Stern = Division-Meister

Indiana und Milwaukee gaben sich jedoch ebenfalls keine Blöße. Die Pacers siegten in Toronto ohne Mühe 120:95, Peja Stojakovic war mit 27 Punkten wieder einmal der beste Mann für Indiana, das nach drei Vierteln schon 103:68 führte. Die Bucks feierten mit ihrem 113:93 einen Prestigeerfolg gegen Vizemeister Detroit, der seine Stars schonte. Auf Seiten Milwaukees traf Guard Michael Redd am besten (19 Punkte), sein Aufbaukollege T.J. Ford kam auf 16 Zähler und elf Assists.

Christian Gödecke



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