NFL Raiders und Vikings marschieren

Die Oakland Raiders und die Minnesota Vikings haben in den NFL-Playoffs die Endspiele in ihrer jeweiligen Conference erreicht und sind damit nur noch einen Sieg vom Super-Bowl-Einzug entfernt.


Minnesota Vikings Widereceiver Randy Moss darf jubeln
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Minnesota Vikings Widereceiver Randy Moss darf jubeln

Oakland - Die "Wikinger" und die "Freibeuter" haben in den Divisional-Playoffs der National Football League (NFL) die erhoffte Beute gemacht. Mit deutlichen Heimsiegen sind am Samstag die Minnesota Vikings und die Oakland Raiders als erste Mannschaften in die am kommenden Sonntag stattfindenden Finals der National und American Conference eingezogen. Die Vikings setzte sich gegen die New Orleans Saints mit 34:16 durch und treffen im NFC-Endspiel auf den Gewinner der Partie New York Giants gegen Philadelphia Eagles. Den Raiders gelang mit einem 27:0 gegen die Miami Dolphins der erste Zu-Null-Playoff-Erfolg in der Vereinsgeschichte. Sie kämpfen nun entweder gegen die Baltimore Ravens oder die Tennesse Titans. Beide Spiele wurden am Sonntag ausgetragen.

"Unsere Bestimmung ist es diesmal, dort zu spielen


"Jetzt fehlt uns noch ein Sieg, dann spielen wir endlich um den Super Bowl. Wir müssen, wir werden es packen. Egal, wer der Gegner nächste Woche ist", schwor sich Vikings-Headcoach Dennis Green. In den neun Jahren, in denen der farbige Trainer die Mannschaft betreut, zog sie acht Mal in die Playoffs ein. Für das Spiel um den Super Bowl, der seine 35. Auflage am 28. Januar in Tampa erlebt, reichte es nie. "Unsere Bestimmung ist es diesmal, dort zu spielen", ließ Passfänger Cris Carter keinen Zweifel am Gelingen des Vorhabens.

Mit ihrer Vorstellung gegen die Saints, die in der Vorwoche Titelverteidiger St. Louis Rams ausgeschaltet hatten, können die Vikings auch zuversichtlich in das NFC-Endspiel ziehen. "Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir Leben. Wir sind nicht tot, wie einige schon behaupteten. Wir sind noch lange nicht tot", diktierte Quarterback Daunte Culpepper mit sichtlicher Genugtuung all jenen in die Notizblöcke, die sein Team nach den drei Niederlagen in den letzten drei Vorrunden-Begegnungen bereits abgeschrieben hatten. Der Spielmacher war trotz seiner Knöchelverletzung der dominierende Akteur auf dem Feld. Für drei Touchdowns gab er die direkten Pässe, beim vierten war er ebenfalls beteiligt.

"Über uns liegt ein Fluch"


Überragender Spieler im zweiten Duell war Oaklands Cornerback Tory James mit zwei abgefangenen Pässen. Mit dem ersten sorgte er nach einem 90 Yard-Sprint zugleich für die 7:0-Führung der Gastgeber, die erstmals seit 1990 wieder in einem AFC-Endspiel stehen. "Ein Traum wurde wahr", freute sich James nach seinem ersten Karriere-Touchdown. Nicht weniger ausgelassen jubelte Headcoach Jon Gruden. "Wir spielten einfach fantastisch. Ich bin schon jetzt stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir werden die Saison aber noch krönen", prophezeite er.

Die Dolphins, die zum ersten Mal in einem Playoff-Spiel ohne Punkt geblieben sind, hatten die letzten drei Partien bei den Raiders gewonnen. Diesmal waren sie im Hexenkessel des Network Associates Coliseum jedoch chancenlos. Sie leisteten sich zu viele Ballverluste, allen voran Quarterback Jay Fiedler, der drei Interceptions warf. Zum dritten Mal hintereinander erlebten der zweimalige Super Bowl-Champion damit in der zweiten Playoff-Runde ein Debakel. Vor zwei Jahren schieden die Dolphins gegen die Denver Broncos mit 3:38 aus. Vor zwölf Monaten zogen sie gegen die Jacksonville Jaguars gar mit 7:62 den kürzeren. "Über uns liegt ein Fluch, anders ist es nicht zu erklären", vermutete Fiedler.

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