Ratlos in L.A. Nowitzki-Team verzweifelt an den Lakers

Seit über zwölf Jahren haben die Dallas Mavericks bei NBA-Titelverteidiger L.A. Lakers nicht mehr gewonnen. Obwohl deren Superstars Shaquille O'Neal und Kobe Bryant diesmal nur je 14 Punkte erzielten, verloren Dirk Nowitzki und Co. erneut. Noch schlimmer: Jetzt droht schon in der ersten Playoff-Runde die Reise nach Los Angeles.


Dirk Nowitzki setzt sich zwar gegen Kobe Bryant durch, dennoch war für Dallas in L.A. erneut nichts zu holen
AFP

Dirk Nowitzki setzt sich zwar gegen Kobe Bryant durch, dennoch war für Dallas in L.A. erneut nichts zu holen

Los Angeles - Nach der enttäuschenden 99:108-Niederlage bei den Los Angeles Lakers haben die Dallas Mavericks (57 Siege, 20 Niederlagen) fünf Spieltage vor Saisonende Platz eins in der Midwest Division an die San Antonio Spurs verloren. Der texanische Konkurrent hat zwar die gleiche Siegquote, führt aber im direkten Vergleich gegen die "Mavs" mit 2:1. Da der Sieger der Pacific Division (Sacramento Kings) für die Playoffs an Position zwei der Western Conference gesetzt ist, würde Rang zwei in der Midwest Division nur Platz drei in der Western Conference bedeuten. Gegner in der ersten Playoff-Runde wäre die sechsplatzierte Mannschaft: aller Voraussicht nach die Lakers.

"Wenn die Playoffs beginnen, werden sie sich an uns erinnern und versuchen, sich auf uns einzustellen", konstatierte Lakers-Coach Phil Jackson selbstbewusst, "aber offenbar ist der Schlüssel zum Erfolg, dass wir in Dallas gewinnen können, aber sie nicht bei uns." Nach einem enttäuschenden Saisonstart mit 19 Niederlagen in den ersten 30 Partien, kommen die Lakers (47 Siege, 31 Niederlagen) immer besser in Form. "Es wäre besser, den schlafenden Riesen nicht zu wecken", ließ Forward Ricky Fox provokativ verlauten.

Der NBA-Titelverteidiger gewann gegen die Mavericks sein 25. Heimspiel in Folge, obwohl erstmals nach 125 Partien weder Shaquille O'Neal noch Kobe Bryant erfolgreichster Korbjäger der Lakers war. Beide erzielten nur je 14 Punkte. Ihre Mitspieler Devean George (21), Robert Horry (17), Ricky Fox und Derek Fischer (je 16) wuchsen aber über sich hinaus und führten den Titelverteidiger zum 13. Heimerfolg in Serie. "Es gibt viele Mannschaften, die in dieser Halle nicht gut aussehen", sagte Mavericks-Coach Don Nelson in einem Anflug von Verzweiflung, "wir sind nicht die einzigen. Was soll ich dagegen tun?"

Erfolgreichste Werfer der Texaner waren Dirk Nowitzki und Raef LaFrentz mit 26 Punkten.



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