US-Baseball Superstar Bonds soll gedopt haben

Vier Wochen vor Saisonerföffnung droht der amerikanischen Baseball der größte Doping-Skandal seiner Geschichte. Einem Zeitungsbericht zufolge soll das Aushängeschild der US-Liga unerlaubte Mittel eingenommen haben.

New York - Barry Bonds soll seit mindestens 1998 illegale Substanzen eingenommen, schreiben zwei Autoren der Tageszeitung "San Francisco Chronicle" in einem Vorabdruck ihres Ende des Monats erscheinenden Buches "Games of Shadows".

Neben regelmäßigen Anabolika-Konsum sowie Gebrauch von Wachstumshormonen soll der Profi der San Francisco Giants auch das Stereoid Winstrol injiziert haben. Für das gleiche Mittel war Sprinter Ben Johnson bei den Olympischen Spielen 1988 disqualifiziert worden. Die Autoren sammelten mehr als 1000 Seiten Beweismaterial und interviewten über 200 Personen. Nach ihrer Auffassung erzielte Bonds im Jahre 2001 auch seinen historischen Rekord von 73 Homeruns nur mit Hilfe unerlaubter Mittel.

Bonds soll die unerlaubten Mittel über seinen Trainer Greg Anderson erhalten haben. Während sich die Major League Baseball (MLB) noch nicht zu den Vorwürfen gegen ihr Aushängeschild äußern wollte, wies Bonds einmal mehr jegliche Schuld von sich. "Ich werde den Vorabdruck erst gar nicht lesen. Warum auch? Es macht keinen Sinn", sagte der 41-Jährige. Bonds hatte zuvor bereits vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats unter Eid ausgesagt, niemals Anabolika genommen zu haben.

Der Manager der Giants, Felipe Alou, wollte sich nicht zu den Anschuldigungen gegen Bonds äußern: "Nein, nein, nein. Darüber will ich nichts sagen."

Bonds (708 Homeruns), der nach der kommenden Saison sein Karriereende angekündigt hat, kann in diesem Sommer sowohl die Bestmarke des legendären Babe Ruth (715) sowie den Rekord von Hank Aaron (755) übertrumpfen. Schon in den letzten Monaten hatten viele Experten und Fans gefordert, die Werte von Bonds wegen Dopingverdachts nicht anzuerkennen.

pav/sid

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