US-Playoffs Celtics holen sich die Führung zurück

Nur noch ein Sieg bis zum NBA-Finale: Die Boston Celtics haben das fünfte Spiel der Endspiel-Serie im Osten gegen die Detroit Pistons gewonnen und somit nun das Weiterkommen vor Augen. Auch im Stanley-Cup, dem NHL-Finale, gab es eine Niederlage für Detroit.


Hamburg - In Spiel vier hatten sie noch enttäuscht, jetzt zeigten die großen Drei aus Boston, dass sie die Celtics immer noch führen können. So stellten Fowards Kevin Garnett (33 Punkte) und Paul Pierce (16) und Shooting Guard Ray Allen (29) vor allem in der Schlussphase den 106:102-Erfolg gegen die Pistons sicher.

Boston-Forward Garnett (r.): Erfahrungen sammeln
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Boston-Forward Garnett (r.): Erfahrungen sammeln

Allen und Garnett machten die letzten sechs Celtics-Punkte in der Schlussminute und hielten die Pistons, die kurzzeitig bis auf einen Zähler dran waren, auf Distanz.

"Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel ist," sagte Garnett, dessen 33 Punkte einen persönlichen Rekord in den diesjährigen Playoffs darstellten. "Wenn wir das Spiel nicht gewonnen hätten, wären wir mit dem Rücken an der Wand gestanden. Sie (die Pistons, d. Red.) sind sehr erfahren und mussten schon oft Drucksituationen aushalten", so Garnett. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir weiterkommen und auch Erfahrungen sammeln."

Doch auch die "Ergänzungsspieler" brachten ihren Teil - und der war gar nicht so gering. Spielmacher Rajon Rondo verteilte 13 Assists und Center Kendrick Perkins holte sich 16 Rebounds und machte 18 Punkte. "Er hat uns vernascht", sagte Detroit-Coach Flip Saunders über den 2,08-Mann, der in dieser Saison im Schnitt bislang auf 6,9 Punkte und 6,1 Rebounds kam. Der 23-jährige Perkins war mitentscheidend, dass die Celtics den Gast aus Detroit unter dem Korb dominierten (42:25 Rebounds).

Bei den Pistons, die in Spiel sechs am Freitag wieder Heimrecht haben, ragte Spielmacher Chauncey Billups mit 26 Punkten heraus. Den Celtics fehlt nun nur noch ein Sieg, um ins NBA-Finale einzuziehen. Dort würde das Team von Trainer Doc Rivers auf den Sieger des Endspiels im Westen zwischen den Los Angeles Lakers und den San Antonio Spurs treffen. Die Lakers führen in der Best-of-seven-Serie 3:1. Am Donnerstag kommt es in Los Angeles zu Spiel Nummer fünf.

Auch in der NHL gab es eine Niederlage für Detroit. Die Red Wings verloren nach zwei Siegen zu Beginn das dritte Spiel der Finale um den Stanley Cup 2:3 gegen die Pittsburgh Penguins. Sidney Crosby traf zweimal für Pittsburgh und bewahrte sein Team somit vor einem möglichen "Sweep", einer Niederlage in der Finalserie (Best of seven) ohne eigenen Sieg.

Am Samstag können die Penguins zuhause ausgleichen und die Hoffnung auf den dritten NHL-Titel nach 1991 und 1992 nähren. Nach zwei Zu-Null-Niederlagen in Detroit brach Crosby in der 18. Minute den Bann und erzielte das erste Penguins-Tor der Serie. Red-Wings-Goalie Chris Osgood war zuvor 155 Minuten ohne Gegentor geblieben. Erneut Crosby (23.) und Adam Hall (48.) sicherten einen verdienten Sieg.

fpf/AP/Reuters/sid

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