US-Playoffs Doppelsieg für Detroit

Detroits Sportfans sind in Jubelstimmung: Den Pistons glückte im Ostfinale der NBA gegen Boston der Ausgleich. Die Eishockeyspieler der Red Wings kamen dem Gewinn des Stanley Cups mit dem zweiten Sieg im Finale näher.


Hamburg - Nach dem 3:0-Heimerfolg gegen die Pittsburgh Penguins liegen die Red Wings 2:0 in der Best-of-seven-Serie vorn. Pittsburgh steht damit gewaltig unter Druck, kann aber nun zwei Mal vor eigenem Publikum antreten. Die Partien werden am Mittwoch und am Samstag ausgetragen.

Detroits Keeper Osgood: Zwei Spiele, kein Gegentreffer
REUTERS

Detroits Keeper Osgood: Zwei Spiele, kein Gegentreffer

Für die Penguins, die die erste Begegnung 0:4 verloren hatten, spricht deren Heimstärke: Der Meister der Eastern Conference ist seit 16 Spielen zu Hause ungeschlagen. Gegen die Penguins spricht der bisherige Verlauf der Finalserien in der NHL: Von 31 Mannschaften, die die ersten beiden Partien daheim gewinnen konnten, wurden 30 auch Meister.

Überragender Spieler beim 3:0-Sieg war Detroits Torhüter Chris Osgood, der 22 Schüsse parieren konnte und damit bereits seinen zweiten "Shutout" (Erfolg ohne Gegentreffer) in der Finalserie feiern konnte.

Durch Treffer von Brad Stuart (7.) und Tomas Holmstrom (12.) führte Detroit schnell 2:0. Valtteri Filppula machte vor 20.066 Zuschauern in der ausverkauften Joe-Louis-Arena mit dem 3:0 in der 49. Minute für das beste Vorrundenteam alles klar.

Weniger einseitig verläuft das Ost-Finale der NBA. Mit einem 94:75-Sieg gegen die Boston Celtics konnte Detroit zum 2:2 ausgleichen. Die Best-of-seven-Serie geht also mindestens über sechs Begegnungen. Am Mittwoch hat Boston ein Heimspiel, am Freitag Detroit. Das möglicherweise nötige siebte Spiel würde am Sonntag bei den Celtics ausgetragen.

Detroit führte 10:0, doch die Celtics steigerten sich und konnten den Rückstand zur Halbzeit auf 39:43 verkürzen. Noch nach dem dritten Viertel hatte Boston eine Chance auf den Sieg, 65:58 führte Detroit zu diesem Zeitpunkt. Das Schlussviertel dominierten jedoch die Pistons (29:17).

Beste Spieler auf Seiten von Detroit waren Forward Antonio McDyess mit 21 Punkten und 16 Rebounds sowie Shooting Guard Richard Hamilton (20 Punkte). Auch Pistons-Center Rasheed Wallace, Forward Jason Maxiell (jeweils 14 Punkte) und Spielmacher Chauncey Billups (10) trafen zweistellig.

"Wir haben uns auf den Start konzentriert", sagte Billups, "denn wenn Boston erst einmal in Fahrt ist, sind sie kaum zu stoppen." Der bereits 33 Jahre alte Topscorer McDyess strahlte nach seinem starken Auftritt: "Ich habe nicht mehr so viele Gelegenheiten, denn meine Karriere nähert sich ihrem Ende."

Die "Big Three" bei Boston konnten nicht überzeugen. Die Forwards Kevin Garnett und Paul Pierce erreichten jeweils 16 Punkte. Distanzwurf-Spezialist Ray Allen enttäuschte mit elf Punkten. Der Shooting Guard verwandelte lediglich zwei seiner acht Würfe aus dem Feld.

In der Nacht auf Mittwoch haben die San Antonios Spurs im West-Finale die Chance, vor eigenem Publikum gegen die Los Angeles Lakers auszugleichen (Stand:1:2).

jar/Reuters/AP/dpa



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