World Series Arizona gewinnt auch Spiel zwei

Die Baseballer der Arizona Diamondbacks sind nur noch zwei Siege vom größten Triumph ihrer erst vierjährigen Vereinsgeschichte entfernt.


So wird es gemacht: Arizonas Starpitcher Randy Johnson
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So wird es gemacht: Arizonas Starpitcher Randy Johnson

Phoenix - Außenseiter Arizona gewann in der Nacht zum Montag das zweite Spiel der World Series gegen Titelverteidiger New York Yankees mit 4:0 und führt in der Best-of-Seven-Serie nach Siegen mit 2:0.

Die erste Partie um die Meisterschaft der Major League Baseball hatten die Diamondbacks 24 Stunden zuvor auch im heimischen "Bank One Ballpark" von Phoenix mit 9:1 für sich entschieden. Die nächsten drei Duelle finden ab Dienstag bei den Yankees statt.

Wie in der ersten Partie war Arizonas Pitcher der Erfolgsgarant. Nachdem am Vortag schon Curt Schilling die erfolgsverwöhnten Yankees zur Verzweiflung gebracht hatte, konnte im zweiten Vergleich Randy Johnson mit einem "Complete Shutout Game" noch einen draufsetzen.

Der 38 Jahre alte Linkshänder warf alle neun Innings (insgesamt 111 Bälle), in denen die entnervten Yankees lediglich drei Mal den Ball trafen. "Das ist ein traumhaftes Gefühl. Es lief alles wunderbar. Wir brauchen nur noch zwei Siege, und wir glauben jetzt, dass wir es schaffen können", sagte Johnson nach seinem umjubelten Gala-Auftritt.

Randy Johnson wie ein Gott


Die Entscheidung fiel im siebten Inning, als dem Finaldebütanten in der ausverkauften Arena vor 49.646 Zuschauern drei Runs gelangen. Matt Williams krönte die Vorstellung mit einem Homerun. Der erste Run war den Gastgebern im zweiten Inning geglückt.

"Randy war wundervoll. Er hat seinen Job göttlich verrichtet", lobte Yankees-Manager Joe Torre den Matchwinner in höchsten Tönen und gestand: "Wir sind am Boden. Das ist keine Frage". Gleichzeitig prophezeite er aber: "Am Dienstag werden sich zwei neue Teams gegenüberstehen und dann werden wir zurückschlagen". Dem Reglement entsprechend müssen die Start-Pitcher zwischen zwei Spielen drei Tage pausieren. Arizona darf deshalb im nächsten Aufeinandertreffen weder Schilling noch Johnson aufbieten. Beginnen soll der nicht so stark eingeschätzte Linkshänder Brian Anderson.

Hoffnung schöpft der seinen 27. Titelgewinn anstrebende Rekord-Champion aus der Bronx auch aus seiner jüngsten Vergangenheit. Vor fünf Jahren hatten die Yankees ihre beiden Auftaktspiele bei den Atlanta Braves ebenso klar verloren. Mit vier Siegen in Serie kamen sie dennoch zum World-Series-Erfolg, dem ersten von insgesamt vier unter Torre seit 1996.

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