Vielfach dekorierter Wallach gestorben Isabell Werth trauert um Satchmo

Er holte Goldmedaillen bei EM, WM und Olympia, nun ist das Pferd der Dressurreiterin Isabell Werth im Alter von 28 Jahren gestorben. Die Sportlerin aus Rheinberg erfuhr im Trainingslager vom Tod ihres Wallachs.
Isabell Werth auf Satchmo (Aufnahme von 2011)

Isabell Werth auf Satchmo (Aufnahme von 2011)

Foto: imago sportfotodienst

Isabell Werths Gold-Pferd Satchmo ist tot. Der bei EM, WM und Olympia mit der Goldmedaille dekorierte Wallach starb nach Angaben der Dressurreiterin aus Rheinberg am Samstag im Alter von 28 Jahren. »Gute Reise, mein großartiger kleiner Kämpfer, und danke für alles«, schrieb Werth am Sonntag auf ihrer Internetseite.

Mit Satchmo hatte Werth unter anderem 2006 bei der Heim-WM in Aachen vor 40.000 Zuschauern mit der Mannschaft und im Grand Prix Special die Titel gewonnen. Bei den Olympischen Spielen zwei Jahre später in Hongkong siegte Werth mit Satchmo in der Teamwertung und war im Einzel auf dem Weg zu Gold, als Satchmo während der Prüfung plötzlich hochstieg – und am Ende nur Silber blieb.

Der nicht immer einfache Wallach gehörte zu den Lieblingspferden der erfolgreichsten Reiterin der Welt. Mit Satchmo verbindet Werth besondere Emotionen. »Und davon hatten wir – in jeder Hinsicht – mehr als genug«, schrieb sie. Eine erst spät diagnostizierte Augenerkrankung wird als Ursache für einige Aussetzer im Viereck vermutet.

Beim Tod des Pferdes war Werth nicht auf ihrer Anlage in Rheinberg. Sie bereitet sich derzeit im Trainingslager auf die WM im dänischen Herning vor, wo am kommenden Samstag die Mannschaftswertung beginnt. Die neunmalige Weltmeisterin gehört zum Titelverteidigerteam.

ktz/dpa
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