Amokfahrt Ex-Trainer Mayer in psychiatrischer Behandlung

Der ehemalige österreichische Ski-Trainer Walter Mayer hat nach seiner Amokfahrt ein Geständnis abgelegt. Mayer war nach einer Doping-Razzia aus Turin geflohen und hatte in Österreich mehrere Polizeiwagen bei einer Verfolgungsjagd gerammt.


Klagenfurt - Der 48-Jährige war am Sonntagabend wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, versuchter schwerer Körperverletzung sowie schwerer Sachbeschädigung von der österreichischen Polizei vorübergehend festgenommen worden. Nach Angaben einer Sprecherin des Landesgerichtes hat er diese Delikte gegenüber einem Untersuchungsrichter zugegeben. Unter anderem war ein Polizist beim Fluchtversuch Mayers verletzt worden.

Ex-Trainer Mayer: Voll geständig
DPA

Ex-Trainer Mayer: Voll geständig

Nach der Vernehmung begab sich der umstrittene Ex-Coach, den der österreichische Skiverband (ÖSV) fristlos entlassen hat, wieder zur psychiatrischen Behandlung ins Landeskrankenhaus von Klagenfurt. Mayer war bereits am Sonntagabend von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zuvor war er in Paternion in angetrunkenem Zustand in seinem Auto von der Polizei angetroffen worden. Beim Versuch zu flüchten, unternahm er sogar den Versuch, eine Polizeisperre zu durchbrechen.

Mayer hatte sich als Privatperson bei den Olympischen Winterspielen in der Region Piemont aufgehalten und trotz seiner Sperre durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) bis einschließlich der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver Kontakt zu österreichischen Athleten aufgenommen. Daraufhin hatten die italienischen Behörden eine Doping-Razzia im Quartier der österreichischen Biathleten und Skilangläufer in San Sicario bzw. Pragelato am Samstagabend vorgenommen. Gegen Mayer laufen in Italien Ermittlungen wegen Dopingverdachts.

jto/sid



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