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Biathlon Verband zieht Konsequenzen aus dem Dopingfall Sachenbacher-Stehle

Mehr Informationen, mehr Kontrolle: Mit diesen Maßnahmen für die Athleten will der Deutsche Skiverband nach der Causa Sachenbacher-Stehle weitere Dopingfälle verhindern. Geprüft wird unter anderem, die Liste der Nahrungsergänzungsmittel zu erweitern.
Biathletin Sachenbacher-Stehle: Noch engmaschiger kontrollieren

Biathletin Sachenbacher-Stehle: Noch engmaschiger kontrollieren

Foto: Kay Nietfeld/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Deutsche Skiverband (DSV) hat auf den Dopingfall der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle reagiert und plant in Sachen Nahrungsergänzungsmittel Veränderungen. "Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Thematik und stellen alles auf den Prüfstand. Wie kann man die Athleten noch enger informieren, noch engmaschiger kontrollieren", sagte DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach dem Bayerischen Rundfunk.

Sachenbacher-Stehle war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi positiv auf das verbotene Stimulans Methylhexanamin getestet worden. Sie hatte eingeräumt, dass sie ein Nahrungsergänzungsmittel vor der Einnahme nicht von offiziellen Stellen hatte kontrollieren lassen. Stattdessen hatte sie auf Aussagen eines persönlichen Beraters vertraut. Ihr droht eine zweijährige Sperre.

Nach Angaben von Schwarzbach prüft der DSV derzeit, das eigene Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln zu erweitern, um zu verhindern, dass Sportler auf ungeprüfte Mittel zurückgreifen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir spätestens bis zum Herbst ein so engmaschiges Netz haben, dass dieser Fall tatsächlich eine einmalige und bedauernswerte Aktion war", sagte Schwarzbach.

ham/sid/dpa