Biathlon-Weltcup in Hochfilzen Deutsche Männer-Staffel kämpft sich von Platz 14 aufs Podest

Während die deutsche Männerstaffel ihre Fehler am Schießstand noch korrigieren konnte, mussten die DSV-Frauen ihre schlechteste Platzierung seit fast drei Jahren hinnehmen. Eine Läuferin war untröstlich.

Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Johannes Kühn und Simon Schempp (v.l.n.r.)
Getty Images

Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Johannes Kühn und Simon Schempp (v.l.n.r.)


Die deutschen Biathleten sind im ersten Staffelrennen der neuen Saison auf Platz drei gelaufen. Zum Abschluss des zweiten Weltcups im österreichischen Hochfilzen mussten sie sich in der Aufstellung Simon Schempp, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll Olympiasieger Schweden und Norwegen geschlagen geben. Insgesamt leistete sich das deutsche Quartett zwar nur sechs Nachlader, Kühn musste aber einmal in die Strafrunde. Nach 4x7,5 Kilometern hatte das Team von Bundestrainer Mark Kirchner 28,8 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Der etatamäßige Startläufer Erik Lesser, der an Rückenproblemen leidet, wurde geschont. Nach der Strafrunde von Kühn lag das deutsche Team als 14. mehr als eine Minute hinter der Spitze zurück. Aber Peiffer brachte mit einer starken Leistung sein Team auf Rang sieben nach vorne, Doll sicherte dann den Podestplatz ab.

Deutsche Frauen nur Siebte

Die deutsche Frauenstaffel hat dagegen im Weltcup erstmals seit fast drei Jahren die Podestplätze verfehlt. Das Quartett mit Vanessa Hinz, Franziska Preuß, Karolin Horchler und Denise Herrmann musste sich in Hochfilzen nach schwachen Schießleistungen mit Rang sieben begnügen. Beim Sieg von Italien leistete sich das Team des Deutschen Skiverbands neun Nachlader und musste zweimal in die Strafrunde, im Ziel betrug der Rückstand 2:05 Minuten. Den zweiten Platz sicherte sich Schweden vor Frankreich.

An Position zwei liegend ging es für Preuß nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde. Die 24-Jährige fiel bis auf Rang 15 zurück. "Das ist extrem bitter, mir tut das wahnsinnig leid. Man kann es aber leider nicht mehr ändern", sagte Preuß.

Zuletzt hatte die Mannschaft am 24. Januar 2016 in Antholz als Neunter die ersten drei Plätze verpasst. Auch bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Februar hatte es nach drei Strafrunden als Achter nicht für die Medaillen gereicht.

Ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, die im Weltcup nach ihrer längeren Trainingspause noch pausiert, lief es zuvor auch in den Einzelrennen in Hochfilzen enttäuschend. Ein neunter Platz in der Verfolgung von Franziska Hildebrand war das beste Resultat.

mfu/dpa/sid



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