Biathlon Fourcade siegt in Östersund - Peiffer scheidet mit Platzwunde aus

Martin Fourcade hat nach rund einem Jahr wieder einen Weltcupsieg gefeiert. Während die Franzosen die Podest-Plätze unter sich verteilten, kamen die deutschen Biathleten weit abgeschlagen ins Ziel.

Martin Fourcade
FREDRIK SANDBERG/EPA-EFE/REX

Martin Fourcade


Der französische Biathlon-Star Martin Fourcade hat das erste Einzelrennen des Weltcups für sich entschieden. Der 31-Jährige siegte im schwedischen Östersund mit einem Schießfehler in 53:11,9 Minuten vor seinen Landsleuten Simon Desthieux und Quentin Fillot Maillet.

Der fünfmalige Olympiasieger Fourcade, der vor fast genau einem Jahr sein bislang letztes Rennen gewonnen hatte, feierte seinen 73. Weltcupsieg und deklassierte Johannes Thingnes Bø. Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison wurde nur Zehnter. Benedikt Doll kam als bester Deutscher mit vier Schießfehlern und 3:48,3 Minuten Rückstand auf Fourcade nur auf Rang 16.

Für Arnd Peiffer endete sein Saisoneinstand mit Prellungen und einer Platzwunde. Abseits der Fernsehkameras war der Weltmeister in einer Abfahrt gestürzt. Er überschlug sich mehrfach, dabei schlug ihm sein Gewehrschaft an den Hinterkopf und brach. "Ich habe gesehen, wie er aus dem Graben geklettert ist", sagte Doll. Vor neun Monaten war Peiffer auf der Strecke in Östersund noch Weltmeister geworden.

"Arnd war zum Glück nicht bewusstlos, aus medizinischer Sicht ist so weit alles im grünen Bereich", sagte die deutsche Teamärztin dem ZDF. Peiffer hatte das erste Weltcup-Wochenende mit Mixed-Staffel und Sprint wegen eines Magen-Darm-Infekts auslassen müssen. Schon vor dem Start hatte Peiffer gesagt, er habe dadurch "schon ein bisschen Substanz verloren durch den Infekt".

Philipp Horn kam als zweitbester deutscher Starter auf Platz 27. Johannes Kühn, der im Sprint am Wochenende als Sechster noch das beste deutsche Ergebnis geliefert hatte, als 41. Simon Schempp beendete das Rennen als 53., Erik Lesser auf Platz 72.

"Ich war grottenschlecht", sagte Lesser nach dem Rennen. "Mir ist der Puls explodiert, obwohl ich gar nicht schnell gelaufen bin. Das war ein brutaler Krampf." Schempp ergänzte: "Das Stehvermögen ist bei mir noch überhaupt nicht da, am Schießstand läuft hier auch nicht viel zusammen. Das macht es gerade sehr, sehr schwierig."

Die Biathletinnen gehen am Donnerstag (16.20 Uhr, TV: ZDF, Eurosport) im Einzel an den Start.

ngo/dpa/sid



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Seite 1
odafo 04.12.2019
1. ...wieder einmal
laufen unsere Sportler am Anfang einer Saison hinterher. Das ist wie immer eine miserable Vorbereitung; man fragt sich, was machen die ProfiSportler im Sommer oder Herbst eigentlich??
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