Biathlon in Ruhpolding Doll verpasst zweiten Weltcupsieg mit letztem Schuss

Beim letzten Versuch sah es danach aus, als ob Benedikt Doll die Siegesserie von Johannes Thingnes Bö beenden könnte. Doch dann versagten ihm die Nerven.

Benedikt Doll
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Weltmeister Benedikt Doll ist zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding im Sprint als bester Deutscher auf Platz drei gelaufen. Der 28-Jährige leistete sich am Donnerstag einen Schießfehler und hatte nach zehn Kilometern 10,5 Sekunden Rückstand auf Johannes Thingnes Bö. Der Norweger setzte sich mit einem Schießfehler 7,9 Sekunden vor seinem fehlerfreien Bruder Tarjei Bö durch.

Dolls dritter Platz war für die DSV-Athleten der fünfte Podestplatz des WM-Winters, für Doll persönlich der zweite. "Im Gesamtpaket hat es gut gepasst. Wenn es um das Podest geht, gibt man immer alles. Leider habe ich vor dem letzten Schuss zu viel nachgedacht und abgedrückt, als ich nicht im Ziel war", sagte Doll der ARD.

Achter Sieg im elften Rennen für Bö

Der Gesamtweltcup-Führende Johannes Thingnes Bö setzte unterdessen seine beeindruckende Siegesserie fort. Der 25 Jahre alte Einzel-Olympiasieger feierte bereits den achten Sieg im elften Saisonrennen. Von den bisher fünf Sprint-Wettbewerben gewann der dreimalige Weltmeister vier, einmal wurde er Zweiter.

Wegen des Schneechaos und des Katastrophenfalls im Landkreis Traunstein war der ursprünglich für Mittwoch geplante Start des Weltcups mit dem Männer-Sprint um einen Tag verschoben worden.

Zweitbester Deutscher wurde Johannes Kühn (ein Fehler) als Siebter. Olympiasieger Arnd Peiffer (zwei Fehler) schaffte es auf Platz 22. Verzichten musste das deutsche Team auf den formschwachen Massenstart-Weltmeister Simon Schempp und Erik Lesser, der nach der Geburt seiner Tochter nicht in Ruhpolding startete.

mfu/dpa



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