Biathlon-Star Rösch startet künftig für Belgien

Michael Rösch versucht einen Neuanfang. Der frühere deutsche Weltklasse-Biathlet will an alte Leistungen anknüpfen - aber nicht mehr im Dienst des DSV. Rösch wird in der Zukunft für das Nachbarland Belgien starten.

Biathlet Rösch: Künftig für Belgien am Start
DPA

Biathlet Rösch: Künftig für Belgien am Start


Hamburg - Biathlet Michael Rösch ist ab sofort Belgier. Der Turin-Olympiasieger wurde vom zuständigen Parlaments-Ausschuss informiert und beglückwünscht, dass seinem Antrag auf Staatsbürgerschaft des Königreichs Belgien stattgegeben wurde. Um nun auch den belgischen Pass zu erhalten, müssen jetzt noch Formalitäten im Parlament erledigt und die Unterschrift von König Philippe eingeholt werden. Das teilte das Management des 30-Jährigen mit.

Rösch hatte sich seit Sommer 2012 um die belgische Staatsbürgerschaft bemüht. International für Belgien starten darf er erst, wenn sein Pass beim Biathlon-Weltverband Ibu vorliegt. Sein Comeback muss Rösch, der seit einigen Monaten zusammen mit den Norwegern Lars Berger und Alexander Os eine Trainingsgemeinschaft bildet, im zweitklassigen Ibu-Cup beginnen.

"Die letzten Jahre sind für mich nicht wirklich glücklich gelaufen. Ich bin sicher, dass ich in Belgien ein Umfeld vorfinde, in dem ich in die Weltspitze zurückfinden kann", sagte Rösch.

Mit dem gebürtigen Sachsen als Zugpferd soll Biathlon in Belgien populärer gemacht werden. "Wir möchten eine Mannschaft aufbauen, die sich für den Staffelwettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang qualifizieren kann", sagte Manfred Langer, der Präsident des belgischen Biathlonverbandes.

aha/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ein schelm ... 07.11.2013
1.
Zitat von sysopDPAMichael Rösch versucht einen Neuanfang. Der frühere deutsche Weltklasse-Biathlet will wieder an alte Leistungen anknüpfen - aber nicht mehr im Dienst des DSV. Rösch wird in der Zukunft für das Nachbarland Belgien starten. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/biathlon-michael-roesch-startet-jetzt-fuer-belgien-a-932343.html
Derartiges Nationenhopping gehört verboten, ein absolutes Unding. Jetzt will der Michi also gerne Belgier sein, und wenns da auch wieder nicht läuft? Geht er dann übernächstes Jahr als Jamaikaner an den Start? Aber egal, sportlich können wir ohnehin auf Ihn verzichten und charakterlich scheint das auch kein grösserer Verlust zu sein..
cmann 07.11.2013
2.
Ein sicherlich schwieriger "Neuanfang" eines ehemaligen Sonnyboys und Biathlon Stars der für den Weg zurück zur Weltklasse eine Vielzahl von Möglichkeiten hatte und sie, nach meiner Sicht, aus Selbstüberschätzung und aufgrund falscher Ratgeber nicht genutzt hat. Ob der Weg zurück, mit belgischer Unterstützung, wahr wird halte ich für sehr zweifelhaft (er ist kein Fischer, Luck, Groß, Björndalen oder Greis) er war ein großes Talent aber er hatte nie die Wettkampfhärte der oben genannten und ist inzwischen 30 Jahre alt.
un-Diplomat 07.11.2013
3. Sie Schelm
Zitat von ein schelm ...Derartiges Nationenhopping gehört verboten, ein absolutes Unding. Jetzt will der Michi also gerne Belgier sein, und wenns da auch wieder nicht läuft? Geht er dann übernächstes Jahr als Jamaikaner an den Start? Aber egal, sportlich können wir ohnehin auf Ihn verzichten und charakterlich scheint das auch kein grösserer Verlust zu sein..
Es gehören schon Geist, Charakter und Können dazu, einen solchen Schritt zu unternehmen, der jedem Profi (nicht nur Sportlern) offen steht. Es wird laufen, denn in Belgien darf er mitlaufen und seinen Beruf ausüben. Ob es für Sie keinen grösserern Verlust darstellt, kann ihm am Allerwertesten vorbei gehen. Was würden Sie denn sonst noch gerne verbieten?
ein schelm ... 07.11.2013
4.
Zitat von un-DiplomatEs gehören schon Geist, Charakter und Können dazu, einen solchen Schritt zu unternehmen, der jedem Profi (nicht nur Sportlern) offen steht. Es wird laufen, denn in Belgien darf er mitlaufen und seinen Beruf ausüben. Ob es für Sie keinen grösserern Verlust darstellt, kann ihm am Allerwertesten vorbei gehen. Was würden Sie denn sonst noch gerne verbieten?
Ja ne is klar, verkaufen Sie ruhig den Weg des geringsten Widerstands als Königsweg... Dümmliche Kommentare wie Ihren! Wenn man im Spitzensport die Nationalität und den Verband wechseln kann wie die Unterhose kann man Nationalmannschaften gleich einstampfen oder wenigsten ein reguläres Transferfenster einführen. Aber ich will Sie ja nicht überfordern und Sie nötigen sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen...
BerndBerndsen 07.11.2013
5.
Tja, schade, dass das hier damals nicht geklappt hat: Blödel-Star will beim Langlauf teilnehmen: Stefan Raab will als Deutscher für Moldawien bei Olympia starten (http://www.rp-online.de/panorama/stefan-raab-will-als-deutscher-fuer-moldawien-bei-olympia-starten-1.2047713) Das wäre allemal lustiger gewesen. Aber dieses Nationenhopping ist doch Gang und Gebe. Man muss sich doch nur mal die Namen vieler "Deutschen" früher in Leichtathletik, heute eher im Turnen etc. angucken. Da könnte man manchmal meinen, der halbe Ostblock wurde eingebürgert. Dann erinnere ich mich noch an Johann Mühlegg, der auf einmal für Spanien am Start war. Und hat nicht mal ein Kenianer in einer Langstreckendisziplin für Katar bei den olympischen Spielen eine Goldmedallie geholt? Würd emich nicht wundern, wenn bei der Fussball-WM in Katar bekannte Gesichter aus Europa auflaufen, die auf einmal die Liebe für ihre neue Heimat im Wüstenstaat entdeckt haben ...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.