Biathlon-Triumph Kati Wilhelm erkämpft Gold für Deutschland

Perfekt gelaufen, fast perfekt geschossen: Kati Wilhelm hat bei der Biathlon-WM über die 15-Kilometer-Distanz alle Konkurrentinnen abgehängt - und ihre zweite Goldmedaille geholt. Die anderen deutschen Läuferinnen waren chancenlos.


Hamburg - Kati Wilhelm hat bei den Biathlon- Weltmeisterschaften im südkoreanischen Pyeongchang ihren zweiten Titel gewonnen. Nach Gold im Sprint und Silber in der Verfolgung gewann die dreimalige Olympiasiegerin am Mittwoch im Einzelrennen über 15 Kilometer ihren insgesamt fünften WM-Titel.

Weltmeisterin Wilhelm: Silber, Gold und noch einmal Gold
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Weltmeisterin Wilhelm: Silber, Gold und noch einmal Gold

Wilhelm leistete sich einen Fehler bei den insgesamt vier Schießen und erreichte nach 44:03,1 Minuten das Ziel - weit vor der gesamten Konkurrenz. "Wenn es läuft, dann läuft es", sagte die 32-Jährige nach dem Rennen. Es war bereits die zwölfte WM-Medaille ihrer Laufbahn, aber die erste in dem Biathlon-Klassiker über die lange Distanz. "Den Sieg wollte ich mir eigentlich für Olympia aufheben", kommentierte Wilhelm ihren Triumph scherzhaft.

Die Slowenin Teja Gregorin landete mit fast 40 Sekunden Rückstand auf Platz zwei vor der Norwegerin Tora Berger. Titelverteidigerin Jekaterina Jurjewa aus Russland war nicht am Start, sie gehört zu den drei russischen Biathleten, die vor den Titelkämpfen des Dopings überführt worden waren.

Die sechsmalige Weltmeisterin Andrea Henkel wurde mit drei Strafminuten nach Schießfehlern Zehnte. Die weiteren deutschen Starterinnen Martina Beck als 28. und Kathrin Hitzer als 78. kamen weit abgeschlagen ins Ziel. Insbesondere Hitzer war nach katastrophalen neun Schießfehlern bitter enttäuscht: "Da habe ich schon das Vertrauen der Trainer und dann läuft es so schlecht. Es ist einfach nur blöd."

all/sid/dpa

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