Weltcup in Hochfilzen Biathletin Denise Herrmann-Wick sprintet zu erstem Saisonsieg

Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick kommt immer besser in Form. Beim Sprint in Hochfilzen schoss sie fehlerfrei und siegte souverän. Es ist bereits der fünfte Podestplatz für die deutschen Biathletinnen und Biathleten.
Denise Herrmann-Wick sprintete in Hochfilzen zu ihrem ersten Saisonsieg

Denise Herrmann-Wick sprintete in Hochfilzen zu ihrem ersten Saisonsieg

Foto: Andreas Schaad / dpa

Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick hat zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof ein Ausrufezeichen gesetzt. Herrmann-Wick gewann den Weltcup-Sprint in Hochfilzen und holte den ersten Saisonerfolg für den Deutschen Skiverband (DSV). Nach einer fehlerfreien Schießleistung siegte sie beim Rennen über 7,5 Kilomter in 20:07,1 Minuten souverän vor Marketa Davidova aus Tschechien (1/+18,1 Sekunden) und der Französin Julia Simon (1/+20,1).

Nach ihrem neunten Weltcupsieg hat sich Herrmann-Wick für das Verfolgungsrennen am Samstag über 10 Kilometer eine glänzende Ausgangssituation verschafft. Für den DSV war es nach dem starken Auftakt zum Auftakt in Kontiolahti bereits der fünfte Podestplatz des Winters.

»Mit 0/0, das ist fast wie ein olympischer Sieg. Hochfilzen ist für mich eine Horrorstrecke, ich bin sehr froh, dass ich dieses Trauma heute überwunden habe«, sagte Herrmann-Wick im ZDF. Bisher waren die Rennen in Hochfilzen häufig eher ein Problem für die Deutsche, sie landete dort noch nie in den Top Ten. Besonders mit dem Stehendschießen war sie nun zufrieden: »Gestern im Training habe ich nochmal gut gearbeitet. Ich habe versucht, die Tipps, die ich bekommen habe, in der Praxis umzusetzen. Ich habe dann gut meinen Rhythmus gefunden, auch stehend, sodass ich keinen Stress hatte.«

Die anderen Starterinnen mit Luft nach oben

Der Rest des deutschen Teams verpasste eine Top-20-Platzierung. Franziska Preuß, die beim Auftakt in Finnland noch krankheitsbedingt gefehlt hatte, leistete sich bei ihrer Rückkehr zwei Schießfehler und beendete den Sprint auf Platz 25. »Ich bin froh, dass ich überhaupt am Start stehen konnte. Es war schon zäh auf der Strecke, aber die Wettkampfstärke kommt von Rennen zu Rennen«, sagte Preuß. Viele Verletzungen und Zwangspausen durch Erkrankungen hatten bei ihr große Selbstzweifel und Motivationsprobleme ausgelöst. »Ich habe damals zu meinem Freund gesagt: Ich weiß einfach nicht, ob sich das Ganze noch lohnt«, sagte die 28-Jährige dem TV-Sender Sky. Auch Anna Weidel (22. Platz), Sophia Schneider (23.) und Vanessa Voigt (30.) schossen zweimal daneben. Juliane Frühwirt blieb zwar fehlerfrei, war aber in der Loipe zu schwach und belegte Rang 40.

Am Freitag (13.45 Uhr/TV: ZDF und Eurosport) geht es mit dem Sprint der Männer über 10 Kilometer weiter. Am Samstag steht neben dem Frauen-Verfolger die Staffel der Männer auf dem Programm. Die Staffel der Frauen und die Verfolgung der Männer sind zum Abschluss des Weltcups am Sonntag geplant.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes stand an einer Stelle, die Veranstaltung habe in Antholz stattgefunden. Der richtige Austragungsort ist Hochfilzen, wie bereits im restlichen Text beschrieben. Die entsprechende Stelle haben wir korrigiert.

ast/sid
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