Biathlon-Weltcup Wilhelm triumphiert am Holmenkollen

Olympia-Siegerin ist sie schon und seit einer Woche kann Kati Wilhelm auch den Triumph im Gesamtweltcup keiner mehr nehmen. Nun feierte die Biathletin im vorletzten Saisonrennen einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg. Bei den Männern hatte ein Norweger Grund zum Feiern.


Oslo - Ohne einen Schießfehler und in der zweitschnellsten Laufzeit gewann Wilhelm erstmals das Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup im norwegischen Ski-Mekka auf dem Holmenkollen. Nach zehn Kilometer und vier Schießeinlagen hatte die Deutsche deutliche 51,5 Sekunden Vorsprung vor der ebenfalls fehlerfreien Russin Anna Bogali-Titowez. Als Dritte lief mit 1:02,9 Minuten Rückstand und drei Strafrunden die Schwedin Anna Carin Olofsson auf dem Osloer Hausberg ins Ziel. Mit seinem 62. Weltcup-Tagessieg sicherte sich Ole Einar Björndalen in der 12,5 Kilometer langen Verfolgung der Männer vorzeitig zum dritten Mal die große Weltcup-Kugel.

Weltcup-Siegerin Wilhelm: Der Holmenkollen fehlte noch
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Weltcup-Siegerin Wilhelm: Der Holmenkollen fehlte noch

"Ich hatte heute von Anfang an ein gutes Gefühl. Das hat trotz der Müdigkeit Spaß gemacht, war ein Rennen richtig zum Genießen", sagte Wilhelm. "Der Sieg auf dem Holmenkollen fehlte mir noch. Schließlich wollte ich auch mal zum König", scherzte sie nach ihrem sechsten Saison-Erfolg. Doch daraus wurde nichts: König Harald V. kündigte sein Kommen für Sonntag an. "Da muss ich halt entweder morgen noch Mal gewinnen oder es klappt auch so", so Wilhelm. 

Die Deutsche setzte damit ihre Serie in den Verfolgungs-Konkurrenzen fort. In den acht Rennen des Winters siegte sie drei Mal und wurde fünf Mal Zweite. Neben Wilhelm überzeugten auch Simone Denkinger, die zum vierten Mal in der Saison auf Platz vier einlief, Sprint-Siegerin Martina Glagow als Siebte und Andrea Henkel auf Rang neun.

Auch Björndalen kam trotz vier Strafrunden nie in Gefahr. Er konnte bereits 300 Meter vor dem Ziel jubeln und hatte am Ende 5,6 Sekunden Vorsprung auf den Polen Tomasz Sikora, der Ricco Groß (+ 7,1) im Zielspurt keine Chance ließ. "Trotzdem hat es heute wieder richtig Spaß gemacht", sagte der Deutsche. Gefallen konnten auch Andreas Birnbacher als Neunter, Sven Fischer auf Rang elf sowie Daniel Graf auf dem 15. Platz. Fischer erhielt sich damit vor dem Massenstart-Rennen am Sonntag die Chance auf den zweiten Rang in der Saisonwertung.

dpa/kob



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