Biathlon-WM Debakel für die Deutschen, Björndalen triumphiert

Die deutschen Biathleten patzten zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Antholz. Von den Herren kam im Sprint keiner unter die besten Zehn. Die erste Goldmedaille holte sich ein Norweger.


Hamburg - Favorit Ole Einar Björndalen setzte sich über zehn Kilometer durch und verwies trotz einer Strafrunde in 26:16,8 Minuten die Außenseiter Michal Slesingr aus Tschechien mit 4,8 Sekunden sowie Andrej Derizemlja aus der Ukraine mit 25,8 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Medaillenplätze. Der Norweger feierte den achten WM-Titel seiner Karriere.

Weltmeister Björndalen: Trotz Schießfehlers Gold
AP

Weltmeister Björndalen: Trotz Schießfehlers Gold

Die hoch gehandelten deutschen Biathleten erlebten dagegen ein Debakel und zeigten vor allem am Schießstand ungewohnte Schwächen. Alexander Wolf landete als bester Deutscher auf Rang 15. Andreas Birnbacher wurde 17., die Olympiasieger Sven Fischer und Michael Greis kamen auf den Plätzen 18 und 19 ein.

"Unser Schießen war ein Wort mix X: nix", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. "Wenn man bei einer WM mit fünf Leuten startet, dann sollte einer mit null Fehlern beim Schießen durchkommen. Andere haben uns vorgemacht, wie das geht. Jetzt sind wir gleich zum Anfang unter Zugzwang geraten." Die Deutschen nehmen ihre Rückstände mit in das Jagdrennen morgen über 12,5 Kilometer.

bri/sid/dpa



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