Biathlon-WM Deutsche Männer-Staffel erkämpft Silber

Den deutschen Frauen hatte am Schluss eine halbe Sekunde auf Rang drei gefehlt, die Männer konnten sogar Silber erobern. Gold ging mit großem Vorsprung an Norwegen.

Arnd Peiffer (v. l.), Erik Lesser, Benedikt Doll und Roman Rees
DPA

Arnd Peiffer (v. l.), Erik Lesser, Benedikt Doll und Roman Rees


Die deutschen Biathleten haben bei der Weltmeisterschaft Silber in der Staffel gewonnen. Gold ging an die überragenden Norweger. Erik Lesser, Roman Rees, Arnd Peiffer und Benedikt Doll kamen nach 4 x 7,5 Kilometern und insgesamt acht Nachladern mit 38,1 Sekunden Rückstand ins Ziel. Bronze gewann Russland. Es ist die sechste Medaille für die deutsche Mannschaft bei den Titelkämpfen im schwedischen Östersund.

"Das war eine gemütliche Schlussrunde, das konnte ich richtig genießen", sagte Doll im ZDF. Peiffer fügte an: "Wenn man mit den Jungs etwas erreicht, ist das gesamte Team euphorisch. Wir haben uns das hart erkämpft."

Nachdem die Frauen zuvor eine Medaille am Schießstand liegengelassen hatten, wollten es die Männer besser machen. Zumal sich das deutsche Quartett bei der WM 2017 mit dem vierten Rang begnügen mussten.

Foucarde wollte noch an Doll vorbei

Startläufer Lesser benötigte bei leichtem Schneefall zwar zwei Nachlader, in der Loipe zeigte sich der ehemalige Doppel-Weltmeister aber in guter Verfassung und schickte Rees nur 3,4 Sekunden hinter der Spitze ins Rennen. Der Jüngste im deutschen Quartett blieb ebenfalls nicht ohne Fehler. Der Rückstand der zu dem Zeitpunkt siebtplatzierten deutschen Mannschaft betrug 39,3 Sekunden zur Halbzeit. Dann kamen Peiffer und Doll.

Olympiasieger Peiffer brachte das deutsche Quartett mit einer überzeugenden Leistung zunächst vom siebten auf den dritten Rang. Der 31-Jährige benötigte nur einen Nachlader und ermöglichte Doll damit die Möglichkeit, sich mit dem einstigen Dominator Martin Fourcade zu messen.

Doll wiederum blieb bei seiner letzten Einlage nervenstark, erlaubte sich nur einen Nachlader - während sein Rivale in die Strafrunde musste und die sicher geglaubte Medaille der Franzosen noch an die Russen verlor. "Ich hatte ein gutes Gefühl, ich war nicht am Limit", sagte Doll über das Duell mit Fourcade. Und: "Martin wollte nicht vorbei."

sak



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