Olympiasieger Cheftrainer Langen verlässt Bobverband

Überraschendes Ende: Bob-Cheftrainer Christoph Langen und der Verband gehen getrennte Wege. Nachfolger wird ein Kollege des Olympiasiegers.

Ex-Bobtrainer Christoph Langen
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Ex-Bobtrainer Christoph Langen


Bob-Olympiasieger Christoph Langen hört nach sechs Jahren als Chef-Bundestrainer auf. Das bestätigte Thomas Schwab, Generalsekretär und Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD). Nachfolger soll René Spies werden, der bislang als Bundestrainer an Langens Seite arbeitete.

"Das war keine Entscheidung von heute auf morgen", sagte Langen. Er wolle sich nicht "als Bremsklotz fühlen". Hauptgrund für den Entschluss sei das "ewige Spannungsverhältnis" mit der Materialschmiede FES, das bei Olympia 2014 in Sotschi eskaliert war: "Wenn man vier Jahre lang kämpft, um etwas auf den Weg zu bringen und immer wieder gegen die Wand rennt, muss man sehen, was man tun kann, um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben."

Generalsekretär Schwab sagte: "Die Entscheidung hat sich schon einige Zeit abgezeichnet. Wir gehen aber keineswegs im Bösen auseinander. Wir haben in René Spies einen designierten Nachfolger ausgewählt, das muss aber noch abgesegnet werden."

Das Erbe des als Piloten und Trainers immens erfolgreichen Langen werde für Spies "keine leichte Aufgabe", so Schwab. Der 54 Jahre alte Langen hatte 1998 im Viererbob und 2002 im Zweier Olympische Goldmedaillen gewonnen.

Langens Zukunft wird wahrscheinlich in der Schweiz liegen, dort soll er einen Posten als Nachwuchstrainer antreten. Die abgelaufene Saison wird derzeit bei der Trainerratssitzung des BSD analysiert und bewertet. "Und da ist Christoph Langen noch mit eingebunden", sagte Schwab.

bka/sid

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