Eisschnelllauf Pechstein schafft es auch mit 46 noch unter die Besten

Claudia Pechstein und kein Ende: Jetzt macht die streitbare 46-Jährige auch wieder sportliche Schlagzeilen. Beim Eisschnelllauf-Weltcup auf der einzigen Freiluftbahn der Saison läuft sie in die Top Ten.

Claudia Pechstein
KIMIMASA MAYAMA/EPA-EFE/REX

Claudia Pechstein


Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist beim Weltcup im japanischen Tomakomai über die 3000 Meter in die Top 10 gelaufen. Die fünfmalige Olympiasiegerin belegte bei eisigen und wechselnden Winden auf der Freiluftbahn in 4:18,927 Minuten den neunten Rang, den sie sich mit der zeitgleichen Niederländerin Reina Anema teilte.

Der Sieg ging an die Kanadierin Isabelle Weidemann (4:10,185), die die dreimalige Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien/4:13,005) und Francesca Lollobrigida aus Italien (4:13,472) klar distanzierte. Für die 46-jährige Pechstein war es in der jungen Weltcup-Saison das bislang beste Resultat auf den klassischen Einzelstrecken. Beim Auftakt in Obihiro/Japan war sie am vergangenen Wochenende Zwölfte über 3000 Meter geworden.

Pechstein schreibt damit auch wieder sportlich Schlagzeilen. Ihr juristischer Kampf gegen die Dopingsperre von 2010 hat auch in diesem Jahr wieder die Meldungen über sie dominiert. Zuletzt hatte sie versucht, vor Gericht die macht des Internationalen Sportgerichtshofes Cas zu beschneiden - sie war damit allerdings gescheitert.

aha/sid



insgesamt 4 Beiträge
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bauigel 25.11.2018
1. Bemerkenswert
Eine bemerkenswerte Leistung in dem Alter. Man mag pber Frau Pechstein denken was man möchte, aber ihre Leistung und ihr Kampfeswille ist Vorbild für jeden. Aber wahrscheinlich kommen jetzt wieder die Berufsnörgler die sie in Rente schicken wollen, weil sie ja nicht gewonnen hat..... oder die immer wieder fälschlicherweise behaupten sie hätte gedopt.
taglöhner 25.11.2018
2. Sport
Zitat von bauigelEine bemerkenswerte Leistung in dem Alter. Man mag pber Frau Pechstein denken was man möchte, aber ihre Leistung und ihr Kampfeswille ist Vorbild für jeden. Aber wahrscheinlich kommen jetzt wieder die Berufsnörgler die sie in Rente schicken wollen, weil sie ja nicht gewonnen hat..... oder die immer wieder fälschlicherweise behaupten sie hätte gedopt.
Echte Sportfans respektieren ihre Leistung, denke ich. Unabhängig davon, was "dran" war. Man muss sie dazu auch nicht mögen.
mantrid 25.11.2018
3. Peinlich für den Nachwuchs
Das muss schon ganz schön peinlich für die hinter ihr platzierten Athletinnen sein, von so einer "alten Oma" abgebügelt zu werden. Und für Personaler ist sie ein hervorragendes Beispiel, dass man mit Mitte 40 noch lange nicht zum alten Eisen zählt. Die Kanutin Birgit Fischer ist so ein weiteres Beispiel. Da kann man nur Respekt vor der sportlichen Leistung zollen und weiter viel Spaß und Erfolg wünschen.
aurichter 25.11.2018
4. Merkwürdig
das permanent die Blutanomalie, die eindeutig festgestellt würde, von unidentifizierbarer Seite angezweifelt wird, nur um damalige Fehler nicht einzugestehen. Selbst bis zur CAS scheinen diese Seilschaften zu funktionieren. Aber wie schwer es ist da selbst Fachärzte von zu überzeugen, das habe ich am eigenen Leib erfahren dürfen. Mit Heparin vollgepumpt trotz Hinweis auf Unverträglichkeit wäre es fast mein Ende gewesen. Deshalb kann ich diese Sportlerin absolut verstehen. Bloß keine Fehler eingestehen, das ist die erste Maxime, Meineid bis zum Freispruch. Pechstein jedoch zeigt es im Prinzip allen und hat trotz aller Widrigkeiten auch sportlich weiterhin Erfolg. Bravo !!
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