DEL-Eishockey Hannover, Nürnberg und DEG im Viertelfinale, Haie in Pre-Playoffs

Reguläre Saison beendet: Den Hannover Scorpions gelang durch einen Erfolg in Ingolstadt der Einzug ins Viertelfinale der DEL-Playoffs. Auch Vizemeister Düsseldorfer EG und Nürnberg schafften die Qualifikation. Die Kölner Haie blieben in den Pre-Playoff-Rängen.

Hannover-Spieler Hlinka (Mitte): Im Viertelfinale der DEL-Playoffs
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Hannover-Spieler Hlinka (Mitte): Im Viertelfinale der DEL-Playoffs


Hamburg - Nach einem dramatischen Vorrundenfinale in der Deutschen Eishockey-Liga stehen auch die Hannover Scorpions, die Nürnberg Ice Tigers und die DEG Metro Stars im Playoff-Viertelfinale um die Meisterschaft. Hannover sicherte sich Platz vier durch einen 3:1-Erfolg in Ingolstadt, Nürnberg wurde Fünfter dank des 5:3 bei den Hamburg Freezers. Der Vorjahres-Zweite DEG konnte sich aufgrund der Ingolstädter Niederlage eine 3:6-Pleite bei den Augsburger Panthers leisten und steht dennoch in der Runde der letzten acht.

Ingolstadt verpasste das direkte Weiterkommen und muss ab Mittwoch in den Pre-Playoffs gegen die Kölner Haie antreten. Um den anderen noch freien Viertelfinalplatz spielen Augsburg und die Adler Mannheim. Schon vor dem letzten Vorrundenspieltag am Sonntag hatten sich Titelverteidiger Eisbären Berlin, der EHC Wolfsburg und die Frankfurt Lions für das Viertelfinale qualifiziert, das am 30. März beginnt. Dabei trifft Wolfsburg auf Düsseldorf, Hannover bekommt es mit Nürnberg zu tun.

Den zweiten Platz hinter Berlin belegte Frankfurt nach einem 2:1-Erfolg über den bisherigen Tabellenzweiten Wolfsburg. Meister Berlin schloss die Vorrunde trotz des 3:4 bei den ausgeschiedenen Straubing Tigers mit 123 Zählern ab und steigerte damit den acht Jahre alten Rekord der München Barons um zwei Punkte.

Die DEG musste auf Schützenhilfe hoffen

Im spannenden Kampf um die Viertelfinalplätze war Vizemeister Düsseldorf zwischenzeitlich draußen, dann Ingolstadt, während Nürnberg eine schnelle 2:0-Führung in Hamburg vorlegte. Ingolstadt führte nach schöner Kombination durch Tyler Bouck (8.), doch Tore Vikingstad (22.) und der starke Thomas Dolak (34.) drehten die Partie. Derweil verspielte Nürnberg in Hamburg leichtfertig das 3:0, kassierte den Ausgleich und stand plötzlich in der Blitztabelle auf Rang sieben.

Petr Fical traf im Schlussabschnitt den Pfosten, auf der Gegenseite war Jason King für Hamburg (43.) erfolgreich. Björn Barta (47.), Eric Chouinard (54.) und Shane Peacock (60.) brachten Nürnberg wieder in Front und verdrängten Ingolstadt, das noch das 1:3 durch Chris Herperger (60.) kassierte, auf Platz sieben. Die DEG musste derweil frühzeitig auf Schützenhilfe hoffen und zeigte auch im zweiten Spiel unter der Regie von Manager Lance Nethery eine schwache Vorstellung.

Kölner Spieler trafen sich am Sonntag zu einer Krisensitzung

DEL-Rekordmeister Mannheim verhalf den Kölner Haien endgültig zu Platz zehn und in die Pre-Playoffs. Mannheim verlor trotz 3:0-Führung noch 4:6 bei den Iserlohn Roosters, denen aber nur ein Sieg mit acht Toren Differenz noch zum Weiterkommen geholfen hätte. Die Kölner Spieler trafen sich am Sonntag zu einer Krisensitzung, um über die schwache Leistung beim 1:3 am Freitag gegen Iserlohn zu sprechen. Der achtmalige Meister braucht Einnahmen aus den Playoffs. Der DEL-Aufsichtsrat hatte nach einer Sonderprüfung "erhebliche Bedenken an der Nachhaltigkeit der Finanzausstattung des Clubs" geäußert.

Um ihre Zukunft bangen auch die finanziell angeschlagenen Kassel Huskies, die 1:7 bei den ebenfalls ausgeschiedenen Krefeld Pinguinen untergingen. Die geplante Übernahme soll nun bis Montagabend über die Bühne gehen, anderenfalls muss der Tabellenletzte möglicherweise aufgeben. Einen sportlichen Abstieg aus der DEL gibt es nicht. Kassels Trainer Stéphane Richer wechselt ohnehin als Sportdirektor zu den Hamburg Freezers, die letztmals von Paul Gardner betreut wurden.

jar/dpa



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